Gestapeltes Balkendiagramm der Stromkosten für Haushalte 2026 in Cent pro Kilowattstunde, je Region unterteilt in Energiepreis und Netzentgelt. Der Energiepreis liegt überall ähnlich (16,2 bis 18,8 Cent), das Netzentgelt streut stark: von 6,9 Cent in Vorarlberg bis 11,6 Cent in Kärnten. Die Gesamtkosten reichen von rund 23 Cent in Vorarlberg bis rund 30 Cent in Kärnten. Quelle: Agenda Austria, E-Control.
Energie

Netzentgelt treibt regionale Unterschiede 

Stromkosten für Haushalte, 2026, in Cent pro Kilowattstunde (kWh)

Große Spanne bei den Netzgebühren

Zwei Ringdiagramme zur Zusammensetzung der Stromrechnung in Österreich im August 2026. Beim Gewerbebetrieb in Linz entfallen 47 Prozent auf Energie, 29 Prozent auf den Netztarif, 21 Prozent auf Steuern und Abgaben, 3 Prozent auf die Erneuerbaren-Förderung. Beim Privathaushalt in Wien sind es 40, 34, 22 und 4 Prozent. In beiden Fällen macht die reine Energie weniger als die Hälfte aus. Quelle: E-Control.
Energie

Was die Stromrechnung alles enthält

Stromkosten pro Jahr inklusive Netzkosten, Steuern und Abgaben, August 2026

Der eigentliche Strom macht weniger als die Hälfte der Stromrechnung aus.

Liniendiagramm der Strompreise in Österreich und der EU von 2008 bis Ende 2025 in Euro pro Kilowattstunde. Die Haushaltspreise in Österreich steigen zuletzt auf rund 0,33 Euro und liegen über dem EU-Schnitt von rund 0,29 Euro. Die Industriepreise in Österreich erreichen um 2022/23 rund 0,24 Euro und gehen dann auf etwa 0,17 Euro zurück, leicht über dem EU-Wert. Quelle: Eurostat.
Energie

Österreich zahlt zu viel für Strom

Strompreise in Euro pro Kilowattstunde, Halbjahresdaten bis 2. Halbjahr 2025

Trotz Rekordanteil an erneuerbarer Energie zahlt Österreich mit die höchsten Strompreise in Europa.

Arbeit & Wohlstand

Hohe Löhne, schwache Produktivität 

Entwicklung von Bruttolöhnen und Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde von 2015-2026, in Österreich

Österreichs Löhne sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Produktivität. Seit 2015 haben sich die Bruttolöhne je geleisteter Arbeitsstunde um knapp 50 Prozent erhöht, wie unsere Grafik zeigt.

Gestapeltes Flächendiagramm zur Zahl der Lehrlinge nach Betriebsgröße in Österreich, 2010 bis 2025, in Tausend. Die Gesamtzahl sinkt von rund 130.000 auf etwa 103.000. In Kleinbetrieben mit 1 bis 9 Beschäftigten halbiert sie sich von rund 28.000 auf etwa 13.000, während Großbetriebe ab 250 Beschäftigten von rund 38.000 auf etwa 43.000 zulegen. Die mittleren Größenklassen gehen ebenfalls zurück. Quelle: Agenda Austria, ibw, WKO.
Arbeit & Wohlstand

Lehrlinge nach Betriebsgröße

Es gibt immer weniger Lehrlinge, aber der Rückgang ist nicht einheitlich. Seit 2010 hat sich die Zahl der Lehrlinge in Betrieben mit maximal neun Mitarbeitern halbiert, während die Großbetriebe heute sogar mehr ausbilden als damals.

Gestapeltes Flächendiagramm zur Sozialquote: 2025 fließen 33,4 Prozent des BIP in Sozialausgaben, davon rund die Hälfte in Pensionsleistungen. Diese steigen von rund 13,5 Prozent des BIP (1990) auf knapp 16 Prozent (2025). Die gesamte Sozialquote wächst von 26,1 Prozent (1990) auf einen Höchststand von 34,1 Prozent im Corona-Jahr 2020 und liegt 2025 vorläufig bei 33,4 Prozent. Quelle: Agenda Austria, Statistik Austria.
Pensionen

Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote

Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP

Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.

Liniendiagramm der Sozialquote in Österreich – der Sozialleistungsausgaben in Prozent des BIP – von 1990 bis 2025. Der Wert steigt von 26,1 Prozent (1990) auf 33,4 Prozent (2025, vorläufig) und liegt damit nur knapp unter dem höchsten Wert der Reihe von 34,1 Prozent aus dem Jahr 2020. Dazwischen bewegt er sich meist zwischen 27 und 30 Prozent, mit einem Zwischentief von 27,1 Prozent im Jahr 2007. Quelle: Statistik Austria.
Grafik der Woche

Entwicklung der Sozialquote in Österreich

Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP

Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.

Grafik der Woche

Deutschland zeigt, wohin Österreich steuert 

Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen

Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.

Flächendiagramm mit dem Titel ‚Die Anhebung des Pensionsantrittsalters wirkt'. Dargestellt ist die Zahl der Frauen über 60 Jahre in Österreich, in Tausend, von 2017 bis Juni 2026. Sie steigt von rund 27.000 auf über 110.000, besonders steil ab 2024. Den überwiegenden Teil bilden unselbständig Beschäftigte (über 100.000 im Juni 2026); Arbeitslose und Schulungsteilnehmerinnen bilden ein schmales Band darüber. Quelle: Agenda Austria, AMS.
Arbeitslosigkeit

Pensionsantrittsalter der Frauen wirkt

Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026

Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.

Staatsbudget & -finanzen

Gute Laune im Finanzministerium

Einnahmen von Jänner bis Juni des jeweiligen Jahres (in Milliarden Euro) und die prozentuelle Veränderung zwischen 2019 und 2026

Im Finanzministerium hatte man im ersten Halbjahr wieder gute Laune.

Gestapeltes Balkendiagramm zum schuldenstabilisierenden Wachstum in Österreich, 2026 bis 2031. Um die Schuldenquote zu stabilisieren, wäre 2026 ein nominales Wachstum von 5,5 Prozent nötig – 2,4 Prozentpunkte mehr als die prognostizierten 3,1 Prozent. Bis 2031 bleibt eine Lücke von 0,5 bis 0,9 Prozentpunkten. Quelle: Agenda Austria, BMF.
Grafik der Woche

Die Staatsschulden laufen dem Wachstum davon

Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent

Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz

Balkendiagramm zu den realen Immobilienpreisen für selbstgenutztes Wohneigentum in 26 EU-Staaten von 2010 bis 2025, absteigend sortiert. Österreich liegt mit 21,3 Prozent im europäischen Mittelfeld. Am stärksten stiegen die Preise in Ost- und Südosteuropa – Estland führt mit rund 63 Prozent –, am schwächsten in Westeuropa; die Slowakei bildet mit knapp über null das untere Ende. Italien ist das einzige Land mit einem realen Preisrückgang und deshalb gesondert ausgewiesen. Für Griechenland liegen keine Daten vor. Quelle: Agenda Austria, Eurostat.
Wohnen

Reale Immobilienpreise im EU-Vergleich

Realer Preisanstieg für selbstgenutztes Wohneigentum, in Prozent, 2010 bis 2025.

Seit 2010 ist selbstgenutzter Wohnraum durchschnittlich um 21,3 Prozent (real) im Wert gestiegen.

Grafik der Woche

Österreich ist Europameister bei der Parteienförderung

Schätzung, in Euro, pro Wahlberechtigten

Österreich leistet sich im europäischen Vergleich die mit Abstand teuerste Parteienförderung.

Arbeit & Wohlstand

Die Hälfte der Wirtschaftsleistung sind Löhne

Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich

Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.

Liniendiagramm zur Entwicklung der Arbeitszeit unselbständig Beschäftigter in Österreich von 2004 bis 2025, je Stundengruppe indexiert auf 2004 = 100. Kurze Arbeitszeiten nehmen stark zu, lange brechen ein: bis 11 Wochenstunden liegt 2025 bei 203,2, 25 bis 35 Stunden bei 189,9, 12 bis 24 Stunden bei 185,4. Die klassische Vollzeit mit 36 bis 40 Stunden bleibt mit 101,7 nahezu unverändert. 41 bis 59 Stunden sinkt auf 82,2, 60 Stunden und mehr auf 28,0. Quelle: Agenda Austria, Statistik Austria.
Arbeit & Wohlstand

Kurze Arbeitszeiten werden zur Regel

Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)

Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.

Balkendiagramm mit dem Titel „Von der Maastricht-Grenze sind die meisten weit entfernt". Die Schuldenquote Österreichs liegt im ersten Quartal 2026 bei 83,3 Prozent des BIP – über dem EU-27-Schnitt von 82,9 Prozent und weit über der Maastricht-Obergrenze von 60 Prozent. 14 der 27 EU-Staaten überschreiten diese Grenze. Am höchsten verschuldet sind Griechenland (143,5), Italien (138,9), Frankreich (117,6), Belgien (109,1) und Spanien (101,6), am niedrigsten Estland (25,2), Dänemark (26,8), Bulgarien (28,5) und Luxemburg (29,2). Der Euroraum liegt bei 88,9 Prozent. Quelle: Eurostat.
Staatsbudget & -finanzen

Schuldenquote: Österreich über EU-Schnitt

Schuldenquote, im ersten Quartal 2026

Österreichs Schuldenstand hat den EU-Schnitt überholt. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald zu den überdurchschnittlich hoch verschuldeten Euro-Ländern gehören.

Arbeit & Wohlstand

So lange arbeitet Österreich

in Jahren, im Jahr 2025

Im Schnitt arbeiten Österreicherinnen und Österreicher 39,1 Jahre ihres Lebens.

Bildung

Mehr ausländische Studienanfänger als Inländer 

Zahl der erstzugelassenen Studierenden an öffentlichen Universitäten in Österreich von 2003 bis 2025

In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.

Klima

Klimaschutz war gestern.

Eine neue Auswertung zeigt, wie sich die Rechtfertigung für Industriepolitik in den USA, China und der EU seit 2009 verschoben hat – und die Richtung ist eindeutig.

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