Österreichs PISA-Gesamtschnitt ist seit 2015 von 492 auf 480 Punkte gesunken. Auf den ersten Blick sieht das nach einem flächendeckenden Leistungsabfall aus. Der Grund dafür hat aber weniger mit den Schülern selbst zu tun als mit der Zusammensetzung des Samples.
Die Österreicher sind im selben Zeitraum von 507 auf 500 Punkte zurückgefallen. Migranten der zweiten Generation liegen mit 448 Punkten fast genau dort, wo sie 2015 schon lagen. Migranten der ersten Generation haben sich sogar deutlich verbessert, von 423 auf 437 Punkte. Keine dieser Gruppen ist also für sich genommen so stark abgesackt, wie es der Gesamtschnitt nahelegt. Das lässt nur einen Schluss zu: Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an den heimischen Schulen ist gestiegen. Weil diese Gruppen im Schnitt schlechter abschneiden als Nicht-Migranten, zieht das den Gesamtschnitt automatisch nach unten, selbst wenn sich die Leistungen innerhalb der Gruppen kaum ändern oder sogar steigen. Um über den Zustand der Schulen zu urteilen, muss man sich auch über die Zusammensetzung des Test-Samples bewusst sein.
Quellen: Agenda Austria, OECD.
Dargestellt ist das arithmetische Mittel der PISA-Punkteergebnisse in den drei Hauptindikatoren Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik für Österreich, aufgeschlüsselt nach Migrationshintergrund sowie im Gesamtdurchschnitt, für die PISA-Erhebungsjahre 2015, 2018, 2022 und 2025. Als Migranten erster Generation gelten im Ausland geborene Schüler, als Migranten zweiter Generation in Österreich geborene Schüler mit im Ausland geborenen Eltern.
Die Grafik zeigt in einem Liniendiagramm die Entwicklung der PISA-Ergebnisse in Österreich zwischen 2015 und 2025, gegliedert nach vier Gruppen: Gesamtergebnis, Nicht-Migranten, Migranten zweiter Generation und Migranten erster Generation. Das Gesamtergebnis sinkt von 492 auf 480 Punkte, Nicht-Migranten von 507 auf 500 Punkte. Migranten zweiter Generation liegen im gesamten Zeitraum nahezu unverändert bei rund 448 Punkten. Migranten erster Generation steigen von 423 auf 437 Punkte.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25
Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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