Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schwacher Trost: Deutschland schneidet noch schlechter ab als Österreich, wie unsere Grafik zeigt.
Zu lange hat der Staat auf die falsche Strategie gesetzt: öffentliches Geld ausgeben, statt strukturelle Erneuerung voranzutreiben. Das Ergebnis: Energie ist teuer, Arbeit ist teuer, und wer hierzulande eine Anlage errichten will, braucht viel Geduld. Von einer weltweiten Investitionsflaute kann nämlich keine Rede sein, die Amerikaner, die Italiener, die Briten investieren kräftig. Nur in Österreich und Deutschland zahlt es sich für die Unternehmen offenbar nicht mehr aus. Die heimischen Unternehmen investieren durchaus, nur eben woanders. „Wir preisen uns aus den Märkten. Und die Rechnung kommt verzögert: Was heute nicht investiert wird, fehlt übermorgen an Produktion, an Exporten und an Löhnen. Ist die Produktion einmal verlagert, kommt sie nicht wieder. Der Wohlstandsverlust bleibt“, sagt unser Ökonom Hanno Lorenz.
Methodik: Dargestellt sind die realen Bruttoanlageinvestitionen der Unternehmen. Die Quartalswerte werden als Durchschnitt über vier Quartale dargestellt und auf das Jahr 2019 (= 100) normiert. Die Werte zeigen damit, wie sich das reale Investitionsvolumen der Unternehmen gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 entwickelt hat.
Quelle: Agenda Austria, Eurostat, OECD.
Liniendiagramm mit dem Index der realen Unternehmensinvestitionen (2019=100) für acht Länder bzw. die EU-27, von 2020 bis 2026: reicht von 93 in Deutschland bis 129 in Italien; Österreich liegt bei 94.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen