Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engpässe: in Vorarlberg, im Sportunterricht. Dort braucht es gezielte Anreize, Alarmrufe für das ganze Land sind unangebracht.
Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm die Zahl der Schüler je Lehrkraft in Vollzeitäquivalenten im Jahr 2024 für 28 europäische Länder, getrennt für Volksschule und Sekundarstufe I. Am höchsten ist der Wert in der Volksschule im Vereinigten Königreich mit 20, am niedrigsten in Griechenland mit 7. Der EU25-Schnitt liegt bei 13 Schülern in der Volksschule und 11 in der Sekundarstufe I. Österreich kommt auf 12 beziehungsweise 9 und liegt damit in beiden Schulstufen unter dem Schnitt. Für Irland und Slowenien ist die Sekundarstufe I nicht getrennt ausgewiesen, für Irland und die Schweiz sind nur öffentliche Schulen erfasst.
Quellen: Agenda Austria, OECD. Education at a Glance 2026
Methodik: Die Grafik zeigt wie viele Schüler im jeweiligen Land auf eine Lehrkraft (gemessen in Vollzeitäquivalenten) kommen. Gezeigt ist das Verhältnis für die Primar- und untere Sekundarstufe (Volksschule und Unterstufe) mit Daten für das Jahr 2024. Irland, die Schweiz und Slowenien sind aufgrund mangelnder Daten exkludiert.
Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent
Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
Ausgaben für Bildungseinrichtungen nach Bildungsstufe, in Prozent des BIP, im Jahr 2023
Während wir bei den Hochschulen fast an der europäischen Spitze liegen, geben wir für frühkindliche Bildung weniger aus, als die meisten EU-Länder. Dabei entscheidet sich genau in den ersten Jahren, ob Kinder später mithalten können. Wir sparen dort, wo jeder Euro am meisten bewirken würde und sind dort großzügig, wo mithilfe von Studieng
Österreichs PISA-Gesamtschnitt ist seit 2015 von 492 auf 480 Punkte gesunken. Auf den ersten Blick sieht das nach einem flächendeckenden Leistungsabfall aus. Der Grund dafür hat aber weniger mit den Schülern selbst zu tun als mit der Zusammensetzung des Samples.
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Anteil der Wiener Volksschüler, im Schuljahr 2024/25, in Prozent
In immer mehr Wiener Volksschulen ist Deutsch die Sprache einer Minderheit.
Stromkosten für Haushalte, 2026, in Cent pro Kilowattstunde (kWh)
Große Spanne bei den Netzgebühren
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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