Vor allem linke Politiker erzählen gerne dasselbe Narrativ: Sobald die Babyboomer durchs Pensionssystem durch sind, gehe sich das schon wieder aus. Nur eine Delle, die vorbeizieht. Das stimmt aber leider nicht.
Heute stehen 675.000 Menschen im Alter von 60 bis 64 kurz vor der Pension. Nachrücken sollen 450.000 15- bis 19-Jährige. Bis 2040 wird die Lücke kleiner, sie schließt sich aber nie. Danach öffnet sie sich wieder, auf ähnlichem Niveau wie heute. Und das, trotz eingerechneter Zuwanderung.
Es gibt kein einziges Jahr, in dem so viele Junge nachrücken wie Ältere gehen. Es ist keine Babyboomer-Welle, die vorbeizieht, sondern ein neues demografisches Normalniveau.
Deshalb greift auch das Argument zu kurz, der Pensionsgipfel sei „bis 2035 überschritten”. Der Höhepunkt der Neuzugänge ist nicht der Höhepunkt der Kosten: Die Zahl der Pensionisten steigt bis 2050 um mehr als eine Million. Auf lange Sicht ist dieses System so definitiv nicht finanzierbar.
Quellen: Agenda Austria, Statistik Austria.
Dargestellt ist die vorausgeschätzte Anzahl der Personen in den Altersgruppen 60 bis 64 Jahre und 15 bis 19 Jahre in Österreich, in Tausend, für die Jahre 2025 bis 2080. Grundlage ist die Bevölkerungsprognose der Statistik Austria, die Annahmen zu Geburten, Sterbefällen und Wanderungssaldo einschließlich Zuwanderung einbezieht. Die Werte ab dem laufenden Jahr sind Prognosewerte und keine Ist-Zahlen.
Die Grafik zeigt in einem Liniendiagramm die prognostizierte Entwicklung der Bevölkerungsgruppen der 60- bis 64-Jährigen und der 15- bis 19-Jährigen in Österreich zwischen 2025 und 2080, in Tausend Personen. Die Gruppe der 60- bis 64-Jährigen liegt 2025 bei rund 675.000, schwankt im weiteren Verlauf zwischen etwa 565.000 und 695.000 und liegt 2080 bei rund 590.000. Die Gruppe der 15- bis 19-Jährigen startet bei rund 450.000, bewegt sich anschließend zwischen etwa 395.000 und 485.000 und liegt 2080 ebenfalls bei rund 395.000. Über den gesamten Zeitraum liegt die Gruppe der 60- bis 64-Jährigen durchgehend über jener der 15- bis 19-Jährigen.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25
Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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