Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
2013 war im EU-Schnitt mehr als jeder sechste junge Mensch zwischen 15 und 29 weder erwerbstätig noch in einer Schule oder Ausbildung. In Österreich traf das nur auf deutlich weniger Personen zu.
Von diesem Vorsprung ist heute fast nichts mehr übrig. Das liegt nicht nur daran, dass die anderen Länder aufgeholt haben. Während die Quote in der EU auf rund 11 Prozent gefallen ist, ist sie in Österreich gestiegen. Vor der Pandemie lag sie noch bei etwa 8,5 Prozent, heute ist hierzulande mehr als jeder zehnte junge Mensch weder in Arbeit noch in Ausbildung.
Für ein Land, das dringend nach Fachkräften sucht, ist das eine ernüchternde Bilanz. Wer in jungen Jahren den Anschluss verpasst und weder arbeitet noch in seine Ausbildung investiert, holt das oft jahrelang nicht auf. Dem Arbeitsmarkt geht damit dringend benötigtes Potenzial verloren.
Quellen: Agenda Austria, Eurostat.
Dargestellt ist die NEET-Quote in Österreich und im Durchschnitt der EU-27 von 2009 bis 2026 auf Quartalsbasis. Die Quote gibt an, wie viel Prozent der 15- bis 29-Jährigen weder erwerbstätig sind noch an formaler oder nicht formaler Aus- oder Weiterbildung teilnehmen. Als nicht erwerbstätig gelten dabei sowohl Arbeitslose als auch Nichterwerbspersonen.
Die Grafik zeigt in einem Liniendiagramm die NEET-Quote in Österreich und im Schnitt der EU-27 von 2009 bis 2026. Die NEET-Quote misst den Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig sind noch an Aus- oder Weiterbildung teilnehmen. Im EU-Schnitt steigt die Quote von rund 14 Prozent auf einen Höchstwert von etwa 16,4 Prozent im Jahr 2013 und sinkt danach auf rund 11 Prozent. In Österreich schwankt sie bis 2019 zwischen etwa 8,5 und 10 Prozent. Beide Reihen erreichen 2020 einen Spitzenwert, Österreich mit rund 12 Prozent, die EU mit etwa 15 Prozent. Zuletzt liegt Österreich bei rund 10,5 Prozent, der EU-Schnitt bei etwa 11 Prozent.
Ausgaben für Bildungseinrichtungen nach Bildungsstufe, in Prozent des BIP, im Jahr 2023
Während wir bei den Hochschulen fast an der europäischen Spitze liegen, geben wir für frühkindliche Bildung weniger aus, als die meisten EU-Länder. Dabei entscheidet sich genau in den ersten Jahren, ob Kinder später mithalten können. Wir sparen dort, wo jeder Euro am meisten bewirken würde und sind dort großzügig, wo mithilfe von Studieng
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Bis 2050 wird es in Österreich rund eine Million mehr Menschen über 65 geben als noch 2021.
Österreichs PISA-Gesamtschnitt ist seit 2015 von 492 auf 480 Punkte gesunken. Auf den ersten Blick sieht das nach einem flächendeckenden Leistungsabfall aus. Der Grund dafür hat aber weniger mit den Schülern selbst zu tun als mit der Zusammensetzung des Samples.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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