Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
Krankenstände fallen aus ganz unterschiedlichen Gründen unterschiedlich lang aus. Eine schwere Grippe braucht mehr Erholung als eine leichte Erkältung, eine Operation eine andere Nachsorge als ein Rückenzwicken, und auch Alter oder Tätigkeit spielen eine Rolle. Kein einzelner Faktor erklärt eine solche Entwicklung für sich allein.
Das Muster in den Daten legt trotzdem nahe, dass auch die Organisation der Krankmeldung selbst mitspielt. In vielen österreichischen Betrieben braucht man ab dem vierten Krankheitstag eine Bestätigung vom Arzt. Wer sich nur ein paar Tage schonen will, hat wenig Grund für einen zusätzlichen Arzttermin, solange die Erholung innerhalb der ersten drei Tage gelingt. Diese Frist dürfte deshalb bei einem Teil der kurzen Krankenstände mitbestimmen, wann sie enden.
Das ist kein Befund über Drückebergerei aber es zeigt einfach, dass eine simple Verwaltungsfrist das Krankheitsverhalten mitprägt, neben all den medizinischen und persönlichen Gründen, die ohnehin schon für unterschiedlich lange Krankenstände sorgen.
Quellen: Agenda Austria, WIFO, Fehlzeitenreport 2026, Dachverband.
Methodik: Prozentueller Anteil der krankheitsbedingten Fehlzeiten unselbständig Beschäftigter mit einer Dauer von maximal drei Tagen (1-3 Tage) im jeweiligen Datenjahr. Der Fehlzeitenreport 2026 weist die krankheitsbedingten Fehlzeiten für das Jahr 2025 aus.
Die Grafik zeigt in einem Liniendiagramm den Anteil der Krankenstandsfälle mit einer Dauer von maximal drei Tagen an allen Krankenstandsfällen in Österreich, in Prozent, von 2004 bis 2025. Der Anteil steigt von 26,1 Prozent im Jahr 2004 zunächst deutlich an, erreicht 2010 bereits 35,1 Prozent und liegt 2019 bei 41,7 Prozent. Im Jahr 2020 sinkt er auf 36,2 Prozent, bevor er 2021 mit 45,3 Prozent seinen bisherigen Höchstwert erreicht. Danach geht er 2023 auf 41 Prozent zurück und steigt anschließend wieder an, auf 43,2 Prozent im Jahr 2024 und 44,7 Prozent im Jahr 2025.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
Entwicklung von Bruttolöhnen und Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde von 2015-2026, in Österreich
Österreichs Löhne sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Produktivität. Seit 2015 haben sich die Bruttolöhne je geleisteter Arbeitsstunde um knapp 50 Prozent erhöht, wie unsere Grafik zeigt.
in Tauden Bezugspersonen, Jahresdurchschnitt 2024
149.200 Menschen haben in Wien 2024 im Schnitt Mindestsicherung bezogen. Ein gutes soziales Netz kann sich Österreich leisten – und sollte es auch. Aber ein Sozialsystem, das auszahlt, ohne dass genug Beschäftigte einzahlen, ist kein starkes, sondern ein teures System. Der Blick auf die Herkunft zeigt vor allem eines: 86.700 Bezieher kommen aus
Anzahl der Arztbesuche pro Kopf, Vergleich europäischer Länder, im Jahr 2023
Ist Österreich das kränkste Land Europas? Könnte man meinen, wenn man sich ansieht, wie oft hierzulande der Arzt aufgesucht wird - nämlich öfter als überall sonst in Europa.
In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen