Grafik der Woche

Staatsschulden auf historisch hohem Niveau

Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP

Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.

Liniendiagramm mit dem Titel „Viel mehr Gehalt für kaum mehr Leistung“. Löhne und Produktivität entwickeln sich in Österreich seit 2015 auseinander. Index 2015 = 100, je geleisteter Arbeitsstunde. Die nominellen Bruttolöhne steigen bis 2026 auf 151,87, der Verbraucherpreisindex auf 140,84, die reale Produktivität auf 106,95.
Arbeit & Wohlstand

Mythos Lohnverlust.

Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.

Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.

Hanteldiagramm zu den Haushaltsausgaben in Österreich: Real geben Haushalte 2024/25 nur 1,7 Prozent mehr aus als 2019/20, nominell sind es 28,3 Prozent mehr. Größter Posten bleibt Wohnen, Energie mit rund 1.100 Euro im Monat, real plus 10,2 Prozent. Am stärksten real gestiegen sind die Ausgaben für Gastronomie, Beherbergung (plus 14,0 Prozent) und Gesundheit (plus 12,7 Prozent), am stärksten gesunken jene für Information, Kommunikation (minus 19,1 Prozent) und andere Waren, Dienstleistungen (minus 10,0 Prozent). Quelle: Agenda Austria, Statistik Austria.
Inflation

Haushaltsausgaben: Real kaum mehr als 2019

Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25

Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.

Gestapeltes Säulendiagramm zu den Kosten der Energiekrise in Österreich: Die Hilfsmaßnahmen summieren sich bis 2025 auf 16,6 Milliarden Euro, nach 8,3 Milliarden 2022, 12,5 Milliarden 2023 und 16,0 Milliarden 2024. Größte Posten bis 2025 sind Sonstiges mit rund 4,9 Milliarden, die strategische Gasreserve mit rund 3,7 Milliarden, der erhöhte Klima- und Anti-Teuerungsbonus mit rund 2,9 Milliarden und die Strompreisbremse mit rund 2,3 Milliarden Euro.
Energie

Teure Krisenhilfe

Energiekrisenmaßnahmen, kumuliert bis inklusive 2025, in Milliarden Euro

Fast 17 Milliarden Euro hat der österreichische Staat seit 2022 ausgegeben, um die Folgen der Energiekrise abzufedern. Allein im Jahr 2022 waren es 8,3 Milliarden.

Säulendiagramm „Land der Berge, Land der Abgaben“ zur Anzahl der Steuern und Abgaben im Jahr 2024: Österreich liegt mit 134 auf Platz vier unter den 27 EU-Staaten und der Schweiz. Mehr haben nur Frankreich mit gut 260, Belgien mit rund 180 und Italien mit gut 140. Dahinter folgen Spanien und Polen mit knapp 110 sowie Portugal mit rund 95. Die meisten übrigen Länder liegen zwischen rund 55 und 85, darunter Deutschland mit rund 63 und die Schweiz mit rund 58. Am wenigsten Steuern und Abgaben haben Lettland mit rund 46, Litauen mit rund 38 und Estland mit rund 35. Quelle: Agenda Austria, Eurostat.
Staatsbudget & -finanzen

Land der Abgaben: Anzahl der Steuern

Anzahl an Steuern und Abgaben, im Jahr 2024

Jetzt die Paketabgabe, in ein paar Monaten die Streamingabgabe und wer weiß, was sich das Regierungstrio gerade noch so zusammenwürfelt: Österreich versinkt in seinen Steuern und Abgaben.

Grafik der Woche

Arbeit: Für viele ist mit 62 Schluss

Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024

Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Liniendiagramm zur NEET-Quote in Österreich und der EU-27 von 2009 bis 2026. Der Anteil junger Menschen zwischen 15 und 29 Jahren, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, liegt in Österreich zuletzt bei rund 10,5 Prozent, im EU-Schnitt bei etwa 11,1 Prozent. Der Abstand ist damit von rund 7 Prozentpunkten im Jahr 2013 auf weniger als einen Prozentpunkt geschrumpft. Quelle: Agenda Austria, Eurostat.
Arbeit & Wohlstand

Weder Job noch Ausbildung

Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent

Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.

Gestapeltes Balkendiagramm zu den Bildungsausgaben in Österreich und 22 weiteren EU-Ländern im Jahr 2023, in Prozent des BIP, gereiht nach den Ausgaben für frühkindliche Bildung. Österreich gibt insgesamt 4,87 Prozent aus, knapp mehr als der EU-25-Schnitt von 4,84 Prozent, und liegt bei frühkindlicher Bildung mit rund 0,85 Prozent im Mittelfeld. An der Spitze steht Schweden mit 6,24 Prozent insgesamt und rund 1,7 Prozent für frühkindliche Bildung, am Ende Griechenland mit 3,79 Prozent und rund 0,4 Prozent. Die niedrigsten Gesamtausgaben hat Rumänien mit 3,19 Prozent. Quelle: Agenda Austria, OECD.
Bildung

Österreichs Bildungsausgaben sind schief verteilt.

Ausgaben für Bildungseinrichtungen nach Bildungsstufe, in Prozent des BIP, im Jahr 2023

Während wir bei den Hochschulen fast an der europäischen Spitze liegen, geben wir für frühkindliche Bildung weniger aus, als die meisten EU-Länder. Dabei entscheidet sich genau in den ersten Jahren, ob Kinder später mithalten können. Wir sparen dort, wo jeder Euro am meisten bewirken würde und sind dort großzügig, wo mithilfe von Studieng

Arbeit & Wohlstand

Fast 30 Jahre in Pension

Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich

1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.

Bildung

Österreichs Schulen fehlt es nicht an Lehrern

Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp

Grafik der Woche

Zinsen auf Finanzkrisen-Niveau

Zinssätze in Österreich, in Prozent

Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.

Sonstiges

Wir sind kürzer, aber öfter im Krankenstand

Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.

Staatsbudget & -finanzen

Zinskosten des Staates fast verdreifacht

2.800 Euro pro Kopf. So viel zahlt jeder Erwerbstätige in Österreich 2029 allein an Zinsen für die Staatsschulden. Insgesamt wird der Staat 2029 12,6 Milliarden Euro an Zinsen zahlen.

Arbeit & Wohlstand

Die neue Weiterbildungszeit funktioniert

Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.

Arbeit & Wohlstand

Weniger Wiegen, mehr Rollatoren!

Bis 2050 wird es in Österreich rund eine Million mehr Menschen über 65 geben als noch 2021.

Grafik der Woche

Wir werden älter und bleiben länger gesund

Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren

Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.

Balkendiagramm: Zwischen April 2025 und April 2026 wächst die Beschäftigung nach Branchen vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+9.819), während die Herstellung von Waren 5.747 Beschäftigte verliert. Weitere Zuwächse: Beherbergung und Gastronomie +4.222, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen +4.077, öffentliche Verwaltung +2.796, sonstige Dienstleistungen +2.631, Erziehung und Unterricht +1.710. Weitere Rückgänge: Handel –3.641, Bau –1.262. Unselbstständig Beschäftigte in Österreich. Quelle: ibw, Dachverband der Sozialversicherungsträger.
Arbeit & Wohlstand

Beschäftigung nach Branchen: wer legt zu?

Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026

Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.

Arbeit & Wohlstand

Mut zur Lücke?

Vor allem linke Politiker erzählen gerne dasselbe Narrativ: Sobald die Babyboomer durchs Pensionssystem durch sind, gehe sich das schon wieder aus. Nur eine Delle, die vorbeizieht. Das stimmt aber leider nicht.

Bildung

Der PISA-Schnitt trügt.

Österreichs PISA-Gesamtschnitt ist seit 2015 von 492 auf 480 Punkte gesunken. Auf den ersten Blick sieht das nach einem flächendeckenden Leistungsabfall aus. Der Grund dafür hat aber weniger mit den Schülern selbst zu tun als mit der Zusammensetzung des Samples.

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