Fast 17 Milliarden Euro hat der österreichische Staat seit 2022 ausgegeben, um die Folgen der Energiekrise abzufedern. Allein im Jahr 2022 waren es 8,3 Milliarden.
Der größte Brocken war die strategische Gasreserve für 3,7 Milliarden Euro. Der erhöhte Klimabonus und der Antiteuerungsbonus kosteten zusammen rund 2,9 Milliarden, die Strompreisbremse laut BMF weitere 2,3 Milliarden. Von der Strompreisbremse profitierte jeder Haushalt, ob Mindestpensionistin oder Villenbesitzer. Treffsicher war das nicht, teuer dafür schon.
Inzwischen sind die meisten dieser Hilfen ausgelaufen. Gelernt hat die Politik daraus wenig. Mit der Spritpreisbremse und den geplanten Subventionen für Strompreise wiederholt sie dieselben Fehler. „Das ist verteilungspolitisch und budgetär falsch“, sagt unser Ökonom Jan Kluge. Statt Energiepreise flächendeckend zu subventionieren, müssen nun all jene in den sauren Apfel beißen, denen das zumutbar ist. Unterstützung brauchen nur die Haushalte, die sich höhere Energiekosten tatsächlich nicht leisten können.
Quellen: Agenda Austria, BMF.
Dargestellt sind die budgetären Kosten der Maßnahmen, mit denen der Staat ab 2022 auf die Energiekrise reagiert hat. Die Werte sind kumuliert bis einschließlich des jeweiligen Jahres und in Milliarden Euro angegeben. Gegliedert ist nach Strompreisbremse, erhöhtem Klimabonus und Anti-Teuerungsbonus, Einmalzahlungen (2022), Energiekostenförderungen für Unternehmen, strategischer Gasreserve und Sonstigem, darunter Wohn- und Heizkostenzuschuss, Energiekostenausgleich und Wohnschirm. Die Maßnahmen sind inzwischen weitgehend ausgelaufen. Maßnahmen ab 2026, vor allem die Spritpreisbremse, sind nicht enthalten.
Die Grafik zeigt in einem gestapelten Säulendiagramm die kumulierten Kosten der österreichischen Energiekrisenmaßnahmen von 2022 bis 2025 in Milliarden Euro. Die Summe steigt von 8,3 Milliarden Euro 2022 auf 12,5 Milliarden 2023, 16,0 Milliarden 2024 und 16,6 Milliarden Euro 2025. Bis 2025 entfallen rund 4,9 Milliarden auf Sonstiges wie Wohn- und Heizkostenzuschuss, rund 3,7 Milliarden auf die strategische Gasreserve, rund 2,9 Milliarden auf den erhöhten Klimabonus und den Anti-Teuerungsbonus und rund 2,3 Milliarden auf die Strompreisbremse. Auf Energiekostenförderungen für Unternehmen entfallen rund 1,6 Milliarden, auf die Einmalzahlungen aus 2022 rund 1,2 Milliarden Euro.
Ausgaben für Bildungseinrichtungen nach Bildungsstufe, in Prozent des BIP, im Jahr 2023
Während wir bei den Hochschulen fast an der europäischen Spitze liegen, geben wir für frühkindliche Bildung weniger aus, als die meisten EU-Länder. Dabei entscheidet sich genau in den ersten Jahren, ob Kinder später mithalten können. Wir sparen dort, wo jeder Euro am meisten bewirken würde und sind dort großzügig, wo mithilfe von Studieng
2.800 Euro pro Kopf. So viel zahlt jeder Erwerbstätige in Österreich 2029 allein an Zinsen für die Staatsschulden. Insgesamt wird der Staat 2029 12,6 Milliarden Euro an Zinsen zahlen.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Jahresgewinne der österreichischen Energieversorger, in Milliarden Euro
Die Gewinne der Energieversorger sprudeln.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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