Jetzt die Paketabgabe, in ein paar Monaten die Streamingabgabe und wer weiß, was sich das Regierungstrio gerade noch so zusammenwürfelt: Österreich versinkt in seinen Steuern und Abgaben.
Das gesamte Ausmaß ist erschreckend: 134 Steuern und Abgaben hatte Österreich 2024, die letzten Streiche der Regierung sind also noch nicht einmal mitgezählt. Damit liegen wir im europäischen Spitzenfeld, einzig Frankreich, Belgien und Italien nehmen den Bürgern bei noch mehr Gelegenheiten das Geld aus der Hand.
Vorbildlich sind hingegen die baltischen Staaten. Estland kommt mit nur 34 Steuern und Abgaben aus, Litauen und Lettland bleiben auch unter 50. Ein einfaches Steuersystem ist also eindeutig möglich, aber man muss es halt wollen.
Quellen: Agenda Austria, Eurostat (National Tax Lists 2024), nationale Gesetzes- und Haushaltsquellen. Dargestellt ist die Anzahl der Steuern und Pflichtabgaben, die im Jahr 2024 in den 27 EU-Mitgliedstaaten und in der Schweiz in Kraft waren. Sozialversicherungsbeiträge sind mitgezählt. Kommunale und regionale Abgaben werden je Abgabentyp nur einmal gezählt, auch wenn mehrere Gemeinden oder Regionen sie einheben. Abgaben, die erst nach 2024 eingeführt wurden, sind nicht enthalten.
Die Grafik zeigt in einem Säulendiagramm die Anzahl der Steuern und Abgaben einschließlich Sozialversicherungsbeiträgen in den 27 EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz im Jahr 2024. Die Länder sind absteigend sortiert. Österreich ist farblich hervorgehoben und als einziges Land mit seinem Wert beschriftet: 134 Steuern und Abgaben. An der Spitze liegt Frankreich mit gut 260, gefolgt von Belgien mit rund 180 und Italien mit gut 140. Österreich folgt auf Platz vier. Dahinter liegen Spanien und Polen mit jeweils knapp 110 sowie Portugal mit rund 95. Die Niederlande, Dänemark, Ungarn und Irland kommen auf etwa 80 bis 85. Das breite Mittelfeld von Luxemburg bis Finnland bewegt sich zwischen rund 55 und 70. Dazu gehören Deutschland mit rund 63 und die Schweiz mit rund 58. Am unteren Ende stehen Lettland mit rund 46, Litauen mit rund 38 und Estland mit rund 35 Steuern und Abgaben.
Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024
Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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