Bildung

Der PISA-Schnitt trügt.

Österreichs PISA-Gesamtschnitt ist seit 2015 von 492 auf 480 Punkte gesunken. Auf den ersten Blick sieht das nach einem flächendeckenden Leistungsabfall aus. Der Grund dafür hat aber weniger mit den Schülern selbst zu tun als mit der Zusammensetzung des Samples.

Pensionen

Die Reformdividende ist aufgebraucht

Die Pensionsreformen der frühen 2000er-Jahre wurden mit genau jenen Argumenten begründet, über die Österreich heute wieder diskutiert: steigende Lebenserwartung, ein zu niedriges faktisches Pensionsantrittsalter und die absehbare Pensionierungswelle der Babyboomer. Die Reformen wirkten: Rund anderthalb Jahrzehnte lang wuchsen die Beitragseinna

Grafik der Woche

Investiert wird überall, nur nicht in Österreich

reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)

Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw

Tabelle zu PISA 2025: Zuwanderer erreichen in Österreich im Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften 442 Punkte, nicht zugewanderte Schüler 500 – ein Rückstand von 58 Punkten oder 2,5 Schuljahren. Unter 52 Ländern ist der Abstand nur in Finnland (–79), Deutschland (–74), Nordmazedonien (–73), Lettland (–67), Schweden (–64) und Island (–63) größer. In 13 Ländern liegen Zuwanderer vorn, am deutlichsten in den Vereinigten Arabischen Emiraten (+87) und Katar (+77). Quelle: Agenda Austria, OECD.
Bildung

Migranten haben 2,5 Schuljahre Rückstand

PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften

Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.

Drei Säulendiagramme: Der österreichische Insolvenz-Entgelt-Fonds sichert offene Entgeltansprüche sechs Monate lang, das deutsche Insolvenzgeld nur drei Monate. Der monatliche Höchstbetrag liegt 2026 in Österreich bei 13.860 Euro, in Deutschland bei 8.450 Euro. Finanziert wird die Sicherung in Österreich mit einem Arbeitgeberbeitrag von 0,10 Prozent, in Deutschland mit 0,15 Prozent. Quelle: Agenda Austria, WKO.
Konjunktur & Wachstum

Insolvenz-Entgelt-Fonds: zu großzügig?

Vergleich der österreichischen (IESG) und deutschen (SGB III/InsO) Regelung

Der Insolvenz-Entgelt-Fonds steht auf finanziell wackeligen Beinen.

Bildung

Deutsch? In Wiener Volksschulen kaum noch Alltag

Anteil der Wiener Volksschüler, im Schuljahr 2024/25, in Prozent

In immer mehr Wiener Volksschulen ist Deutsch die Sprache einer Minderheit.

Streudiagramm zu den Pensionsausgaben im EU-Vergleich: Österreich gibt je Person ab 65 Jahren rund 37.400 Euro Kaufkraftstandard aus – mehr als jedes andere dargestellte EU-Land und etwa 9.700 Euro mehr, als sein Lebensstandard erwarten lässt. Die waagrechte Achse zeigt den Konsum je Kopf (EU27 = 100), die strichlierte Linie den erwarteten Zusammenhang. Belgien folgt mit rund 30.400 Euro, Frankreich, die Niederlande, Italien und Deutschland liegen zwischen 26.000 und 27.000 Euro, Lettland am Ende bei rund 10.800 Euro. Quelle: Agenda Austria, Eurostat.
Pensionen

Pensionsausgaben hängen Wohlstand ab

Pensionsausgaben je Person ab 65 Jahren, in tausend Euro Kaufkraftstandard

Österreich gibt mehr für jeden Pensionisten aus als jedes andere europäische Land.

Arbeit & Wohlstand

Teilzeittrend: Wenn mehr Arbeit sich nicht mehr lohnt

Über die letzten zehn Jahre ist Teilzeit immer beliebter geworden.

Pensionen

Immer weniger Schultern tragen immer mehr Pensionen

Immer weniger Arbeitsstunden müssen die Pensionen von immer mehr Menschen finanzieren.

Grafik der Woche

Staatliche Eingriffe, hohe Preise

Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.

Balkendiagramm zu den Pensionsneuzugängen 2025 nach erreichten Beitragsjahren: Nur 47,3 Prozent der Männer und 17,8 Prozent der Frauen kommen auf 45 Beitragsjahre oder mehr. Zählt man ausschließlich reine Beitragsjahre, sind es 20,1 Prozent der Männer und 2,3 Prozent der Frauen; der Rest ergibt sich aus Teilversicherungs- und freiwilligen Versicherungszeiten. Quelle: Agenda Austria, PV.
Pensionen

45 Beitragsjahre schaffen die wenigsten

Pensionsneuzugänge 2025 nach erreichten Beitragsjahren, in Prozent

Kaum jemand kommt wirklich auf 45 Beitragsjahre.

Liniendiagramm der Differenz zwischen dem durchschnittlichen Hauptprodukt und dem günstigsten Stromtarif in Cent pro Kilowattstunde von 2019 bis 2026; ein positiver Wert zeigt das Sparpotenzial eines Tarifwechsels. Die Differenz liegt meist bei 3,5 bis 6 Cent, fällt Ende 2022 auf etwa minus 17 Cent und steigt danach wieder, zuletzt auf rund 4 Cent. Quelle: Agenda Austria, E-Control.
Energie

Was ein Tarifwechsel bringen kann

Differenz zwischen dem durchschnittlichen Hauptprodukt und dem günstigsten verfügbaren Stromtarif, in Cent/kWh

Was uns der Staat nicht abnehmen kann: Preise vergleichen.

Gestapeltes Balkendiagramm der Förderung für erneuerbare Energie und Energieeffizienz 2024 in Millionen Euro, nach Einkommensdezilen der Empfänger und unterteilt in Bundes- und Landesanteil. Die Fördersumme steigt mit dem Einkommen stark an: von rund 40 bis 55 Millionen Euro in den untersten Dezilen auf rund 340 Millionen Euro im zehnten Dezil. Der Bundesanteil überwiegt durchgehend. Quelle: BMF.
Armut & Verteilung

Erneuerbaren-Förderung: Ein Elitenprojekt

Förderung für erneuerbare Energie und Energieeffizienz, nach Einkommensdezilen der Empfänger, 2024, in Millionen Euro

Die Erneuerbaren-Förderung geht vor allem an Betuchte.

Streudiagramm zum Preis von Solarmodulen pro Watt in US-Dollar gegenüber der kumulierten installierten Kapazität in Megawatt, beide Achsen logarithmisch, je Punkt ein Jahr ab Mitte der 1970er bis 2024. Mit steigender Kapazität fällt der Preis kontinuierlich von rund 100 US-Dollar pro Watt auf zuletzt deutlich unter einen US-Dollar. Quelle: IRENA, Nemet, Farmer & Lafond, Our World in Data.
Energie

Lernkurveneffekte bei Solarpanelen

Wattpreis für Photovoltaik-Module und kumulierte installierte Kapazität in Megawatt /MW)

PV-Anlagen kosten im historischen Vergleich fast nichts mehr.

Gestapeltes Balkendiagramm der summierten Jahresgewinne österreichischer Energieversorger von 2020 bis 2025 in Milliarden Euro, unterteilt nach Unternehmen. Die Gewinne steigen von 2,1 Milliarden Euro 2020 auf den Höchstwert von 5,8 Milliarden Euro 2023 und gehen bis 2025 auf 4,1 Milliarden Euro zurück. Den größten Beitrag stellt durchgehend der Verbund. Quelle: Geschäftsberichte und Pressemitteilungen der Unternehmen.
Energie

Die Energieversorger sind Gelddruckmaschinen

Jahresgewinne der österreichischen Energieversorger, in Milliarden Euro

Die Gewinne der Energieversorger sprudeln.

Schematische Österreichkarte mit den wechselseitigen Beteiligungen der großen Stromversorger in Prozent. Die Unternehmen stehen überwiegend im Eigentum der öffentlichen Hand (Staatsanteile von 55 bis 100 Prozent) und sind über direkte und indirekte Beteiligungen miteinander verflochten. Mehrere Versorger halten Anteile am Verbund und aneinander. Quelle: Agenda Austria, Geschäftsberichte, FirmenABC.
Energie

Freunderlwirtschaft im österreichischen Strommarkt 

Wechselseitige Beteiligungen der öffentlichen Stromversorger, in Prozent

Freunderlwirtschaft und Staatseigentum lähmen den Markt.

Gestapeltes Balkendiagramm der Stromkosten für Haushalte 2026 in Cent pro Kilowattstunde, je Region unterteilt in Energiepreis und Netzentgelt. Der Energiepreis liegt überall ähnlich (16,2 bis 18,8 Cent), das Netzentgelt streut stark: von 6,9 Cent in Vorarlberg bis 11,6 Cent in Kärnten. Die Gesamtkosten reichen von rund 23 Cent in Vorarlberg bis rund 30 Cent in Kärnten. Quelle: Agenda Austria, E-Control.
Energie

Netzentgelt treibt regionale Unterschiede 

Stromkosten für Haushalte, 2026, in Cent pro Kilowattstunde (kWh)

Große Spanne bei den Netzgebühren

Zwei Ringdiagramme zur Zusammensetzung der Stromrechnung in Österreich im August 2026. Beim Gewerbebetrieb in Linz entfallen 47 Prozent auf Energie, 29 Prozent auf den Netztarif, 21 Prozent auf Steuern und Abgaben, 3 Prozent auf die Erneuerbaren-Förderung. Beim Privathaushalt in Wien sind es 40, 34, 22 und 4 Prozent. In beiden Fällen macht die reine Energie weniger als die Hälfte aus. Quelle: E-Control.
Energie

Was die Stromrechnung alles enthält

Stromkosten pro Jahr inklusive Netzkosten, Steuern und Abgaben, August 2026

Der eigentliche Strom macht weniger als die Hälfte der Stromrechnung aus.

Liniendiagramm der Strompreise in Österreich und der EU von 2008 bis Ende 2025 in Euro pro Kilowattstunde. Die Haushaltspreise in Österreich steigen zuletzt auf rund 0,33 Euro und liegen über dem EU-Schnitt von rund 0,29 Euro. Die Industriepreise in Österreich erreichen um 2022/23 rund 0,24 Euro und gehen dann auf etwa 0,17 Euro zurück, leicht über dem EU-Wert. Quelle: Eurostat.
Energie

Österreich zahlt zu viel für Strom

Strompreise in Euro pro Kilowattstunde, Halbjahresdaten bis 2. Halbjahr 2025

Trotz Rekordanteil an erneuerbarer Energie zahlt Österreich mit die höchsten Strompreise in Europa.

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