Seit Jahren entfernt sich die Politik immer weiter vom Leistungsprinzip. Mit Ausbruch der Teuerungskrise hat der Staat durch Pensionsanpassungen und hohe Beamten-Abschlüsse die Lohnführerschaft übernommen. Seit Jahren steigen die Pensionen in Österreich nun stärker als andere Einkommen.
Während die Preise seit Jänner 2016 um rund 40 Prozent gestiegen sind, legten die Mindestpensionen um über 44 Prozent zu. Und damit deutlich schneller als die Mindestlöhne der Metaller und des öffentlichen Dienstes, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Mit den hohen Abschlüssen der vergangenen Jahre kann die Wirtschaft nicht mehr mitgehen. Zu groß sind die Wertschöpfungsverluste gewesen. Und so bleiben die Abschlüsse zuletzt unterhalb der Inflation. Damit wächst das Einkommen jener, die nicht mehr arbeiten, weiter schneller als jener, die sie finanzieren. „Mit der wirtschaftlichen Performance, die wir derzeit haben, können wir uns das nicht mehr leisten. Der Staat nimmt historisch viel Geld ein, macht gleichzeitig neue Schulden in zig Milliardenhöhe, ein wesentlicher Grund dafür sind die Pensionen. Denn so sicher, wie von der Politik behauptet, sind diese nicht“, sagt Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz. Die Lücke im System steigt jedes Jahr um mehrere Milliarden Euro an. Trotz kleinen Reformschritten und realen Kürzungen bei höheren Pensionen wird die Lücke am Ende der Legislaturperiode gut zehn Milliarden Euro höher sein als bei Amtsantritt.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Veränderung der Bundeseinnahmen sowie ausgewählter Ausgabenpositionen gegenüber 2025, in Milliarden
Über die nächsten Jahre sollen die Staatseinnahmen kräftig steigen. Klar, das Doppelbudget wird die Konsolidierung, anders als behauptet, ja auch vor allem auf der Einnahmenseite bemühen.
Engagieren Sie sich am Arbeitsplatz? Wenn ja, dann gehören Sie zu einer ganz schön kleinen Minderheit.
Dass Budgetkonsolidierung kein Hexenwerk ist, zeigt die folgende Beispielrechnung.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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