Um die reale Bedeutung der staatlichen Zuschüsse für das Pensionssystem zu verdeutlichen, hat die Agenda Austria eine Berechnung angestellt und so den „Tag der Pensionslücke“ bestimmt:
Bis zum 14. November 2025 fließen sämtliche Lohnsteuereinnahmen ins Pensionssystem, um die Differenz zwischen Ein- und Auszahlungen auszugleichen. Im Jahr 2025 liegt die Höhe der Pensionslücke bei 32,9 Milliarden Euro.
Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera: „Der Tag der Pensionslücke rückt jedes Jahr näher ans Jahresende. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Stichtag deutlich nach hinten verschoben. Der Grund liegt im demografischen Wandel: Die Babyboomer gehen in Pension, während viele Erwerbstätige zunehmend in Teilzeit arbeiten. Trotz kleiner Anpassungen hat die Regierung den Trend bislang kaum bremsen können, ohne tiefgreifende Strukturreformen wird sich die Entwicklung weiter verschärfen.“ Kucsera empfiehlt daher, das gesetzliche Pensionsantrittsalter rasch auf 67 Jahre zu erhöhen und anschließend an die Lebenserwartung zu koppeln, die pro Jahr um etwa drei Monate zunimmt. Eine jährliche Erhöhung um zwei Monate könne laut Kucsera einer zukünftigen Regierung helfen, die Staatsfinanzen zu stabilisieren.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
2.800 Euro pro Kopf. So viel zahlt jeder Erwerbstätige in Österreich 2029 allein an Zinsen für die Staatsschulden. Insgesamt wird der Staat 2029 12,6 Milliarden Euro an Zinsen zahlen.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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