Während die Stadt Wien ihre Gebühren und Abgaben erhöht, sich eine Sonderdividende ihres Energieanbieters gönnt und die staatlichen Netzbetreiber satte Preisaufschläge verlangen, macht die Politik den privaten Sektor für die hohe Inflation verantwortlich.
Preiseingriffe im Lebensmittelhandel stehen im Raum, im Mietsegment konnte bereits der Vollzug vermeldet werden. Dabei zählen weder Lebensmittel noch das Wohnen zu den großen Preistreibern, im Gegensatz zu den staatlichen Energieversorgern. Mieten sind hingegen bereits vor dem verschärften Preiseingriff so leistbar wie kaum wo in der industrialisierten Welt, wie in Österreich, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Österreich gehört zu den wenigen Ländern, wo die Mieten für die Haushalte in der Mitte der Gesellschaft weniger als 20 Prozent des Einkommens ausmachen. „Den Markt noch weiter zu drangsalieren, droht dies zu ändern“, meint Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz. Schon heute ist die Rendite unterdurchschnittlich hoch. Zusätzliche Regulierung wird Neubauprojekten und damit an günstigen Wohnraum für die Zukunft verhindern. „Bei einer Staatsquote von weit über 50 Prozent ist der Staat nicht die Lösung für die Stagflation, er ist Teil des Problems“, so Lorenz.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25
Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.
Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024
Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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