Während die Stadt Wien ihre Gebühren und Abgaben erhöht, sich eine Sonderdividende ihres Energieanbieters gönnt und die staatlichen Netzbetreiber satte Preisaufschläge verlangen, macht die Politik den privaten Sektor für die hohe Inflation verantwortlich.
Preiseingriffe im Lebensmittelhandel stehen im Raum, im Mietsegment konnte bereits der Vollzug vermeldet werden. Dabei zählen weder Lebensmittel noch das Wohnen zu den großen Preistreibern, im Gegensatz zu den staatlichen Energieversorgern. Mieten sind hingegen bereits vor dem verschärften Preiseingriff so leistbar wie kaum wo in der industrialisierten Welt, wie in Österreich, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Österreich gehört zu den wenigen Ländern, wo die Mieten für die Haushalte in der Mitte der Gesellschaft weniger als 20 Prozent des Einkommens ausmachen. „Den Markt noch weiter zu drangsalieren, droht dies zu ändern“, meint Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz. Schon heute ist die Rendite unterdurchschnittlich hoch. Zusätzliche Regulierung wird Neubauprojekten und damit an günstigen Wohnraum für die Zukunft verhindern. „Bei einer Staatsquote von weit über 50 Prozent ist der Staat nicht die Lösung für die Stagflation, er ist Teil des Problems“, so Lorenz.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Wer sich im Winterurlaub in die langen Schlangen der Skilifte einreihen musste, konnte den Eindruck gewinnen, dass der österreichische Tourismus wieder so richtig brumme. Doch der Schein trügt.
die Bundesregierung hat vergangene Woche die Eckpunkte ihres Doppelbudgets 2027/2028 vorgestellt. Ursprünglich sollte ein Drittel der Budgetsanierung laut Regierung einnahmenseitig erfolgen, zwei Drittel ausgabenseitig.
Aktuell ringen die Koalitionsparteien um die Fixierung des Doppelbudgets für 2027/28. Nachdem die leicht erreichbaren Früchte bereits im letzten Budget geerntet wurden, wird es nun immer schwieriger, Kosten rauszunehmen.
Die Gesundheitsausgaben sind einer der großen Ausgabentreiber im österreichischen Staatshaushalt. Demografie, neue Entwicklungen, aber auch die hohe Nachfrage nach Gesundheitsleistungen im Land schrauben die Kosten immer höher.
Die Verschuldung in Österreich steigt und steigt. Vor einem Jahrzehnt lagen die Schulden noch bei rund 34.000 Euro pro Kopf, heute sind es österreichweit bereits deutlich über 45.000 Euro.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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