Thema: Budget & Finanzen

Hier finden Sie Blog-Artikel, Videos und Infografiken der Agenda Austria rund um die Themen Staatsbudget, Zinsentwicklung und Vermögensanlage.

Nulldefizit: Warum so zögerlich, Herr Finanzminister?

Nulldefizit: Warum so zögerlich, Herr Finanzminister?

In einem Interview mit der Zeitung „Die Presse“ erklärte Österreichs neuer Finanzminister Hartwig Löger, dass er „einen ausgeglichenen Haushalt in frühestens zwei oder drei Jahren für machbar“ halte. Etwas mehr Ehrgeiz dürfte in Zeiten der Hochkonjunktur allerdings schon sein.

In Österreich sind die Bedingungen für einen ausgeglichenen Staatshaushalt derzeit so gut wie schon lange nicht mehr: Die Zinslast für den Schuldenberg ist dank der Niedrigzinspolitik der Notenbank gering. Die Arbeitslosigkeit ist nach langem Anstieg endlich wieder am Sinken und die Konjunktur läuft bestens. Das wiederum führt dazu, dass die Staatseinnahmen einem neuen Rekord zusteuern werden. Unsere Grafik zeigt: Geht es der Wirtschaft gut, klingelt die Staatskasse – den höheren Steuereinnahmen sei Dank.

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Das Regierungsprogramm aus Sicht der Agenda Austria

Das Regierungsprogramm aus Sicht der Agenda Austria

„Zusammen. Für unser Österreich“ lautet der Titel des Programms, welches sich ÖVP und FPÖ bis 2022 gegeben haben. Wir fassen zusammen, was es enthält – und was darin fehlt.

Heute findet im Nationalrat eine Debatte über das Regierungsprogramm der türkis-blauen Koalition statt. Es lässt sich am besten in den Worten von Vizekanzler Strache zusammenfassen: Eine Politik der kleinen Schritte – ohne jene ambitionierten „Leuchtturmprojekte“, die angekündigt worden waren. Weiterlesen

Das gefährliche Dezemberfieber grassiert

Das gefährliche Dezemberfieber grassiert

Öffentliche Institutionen geben im letzten Monat wundersamerweise deutlich mehr aus als sonst. Es soll ja nicht der Eindruck eines zu hohen Budgets entstehen. Gegen diese Krankheit hilft am besten eine Kombination aus knapper Budgetierung und Ausgabenbremse nach dem Vorbild Schweden.

Wenn gegen Jahresende das sogenannte Dezemberfieber zu grassieren beginnt, besteht zwar keine allgemeine Ansteckungsgefahr. Ungesund ist das Phänomen trotzdem, und zwar für die Staatsfinanzen. Es besteht nämlich darin, dass öffentliche Institutionen wie z.B. Ministerien schnell noch ihre verbliebenen Mittel ausgeben, anstatt sie dem Finanzminister zurückzuerstatten. Der könnte ja auf die Idee kommen, das betreffende Budget im nächsten Jahr zu kürzen. Weiterlesen

Mehr Geld für Österreichs Minister?

Mehr Geld für Österreichs Minister?

Die Regierungsverhandler überlegen, Ministerien mehr Budgethoheit zu geben. Das klingt sehr vernünftig. Ist es aber nicht. – Kommentar von Franz Schellhorn

Hin und wieder ist ein wenig Optimismus ja nicht das Schlechteste. Das weiß auch die OECD, die der Republik Österreich in der Vorwoche ein Budgetplus in Aussicht gestellt hat. Nicht für heuer, sondern für das Jahr 2019, in dem einige Hundert Millionen Euro in der Staatskasse übrig bleiben könnten. Die Betonung liegt auf „könnten“, weil derartigen Prognosen der Keim des Scheiterns innewohnt. Schließlich wissen jetzt alle öffentlichen Hände, dass es budgettechnisch verdammt gut aussieht, was wiederum bedeutet, dass es noch viel zu holen gibt. Womit wir es mit einer self-destroying-prophecy zu tun haben könnten. Weiterlesen

Wie die neue Regierung das Budget in den Griff bekommt

Wie die neue Regierung das Budget in den Griff bekommt

Österreichs Staatshaushalt ist seit über 30 Jahren im Minus. Dabei zeigt Schweden vor, wie ein Plus gelingen kann: Mit einer Ausgabenbremse.

Jene beiden Parteien, die dieser Tage über ein neues Regierungsprogramm verhandeln, dürften es schon gemerkt haben: Ein ausgeglichenes Budget zu erreichen ist schwierig, von einem Überschuss erst gar nicht zu reden. Dabei stellt die OECD Österreich für das Jahr 2019 offenbar aufgrund der guten Konjunktur ein minimales Budget-Plus von 0,1 Prozent des BIP in Aussicht. Ob es dazu wirklich kommt, ist aber alles andere als sicher. Denn die Begehrlichkeiten zahlreicher Interessengruppen sind groß. Weiterlesen

Eine Wegbeschreibung für die neue Regierung

Eine Wegbeschreibung für die neue Regierung

Um den Wohlstand zu sichern, muss Österreich wieder wettbewerbsfähiger werden. Wir zeigen in einer neuen Publikation, wie das geht: „Yes, you can! Eine Roadmap in die Top Ten“.

Egal, wie die nun startenden Koalitionsverhandlungen ausgehen: Auf die neue Regierung wartet jede Menge Arbeit. Nicht zuletzt deswegen, weil sich Österreich in den vergangenen zehn Jahren kaum weiterentwickelt hat und deutlich weniger wettbewerbsfähig ist als etwa 2007. Dabei ist der internationale Handel für Österreich von überragender Bedeutung – mehr als jeder zweite Euro wird jenseits der Grenzen verdient. Weiterlesen

Und jetzt? – Kommentar zur Nationalratswahl

Und jetzt? – Kommentar zur Nationalratswahl

Die künftige Regierung wird den Blick der Bevölkerung wieder nach vorn richten müssen. Dazu braucht es vor allem einmal eines: eine positive Erzählung. – Kommentar von Franz Schellhorn

Endlich. Die Wahlen sind geschlagen, und damit ist auch der wohl schmutzigste aller Wahlkämpfe vorbei. Was bleibt, ist ein schwer vergiftetes politisches Klima und die Frage, ob es die künftige Regierung schaffen wird, den Blick der Bevölkerung wieder nach vorn zu lenken, den Menschen wieder Mut zu machen und sie davon zu überzeugen, keine Angst vor der Zukunft haben zu müssen. Weiterlesen

Warum Österreich eine Schuldenbremse braucht

Warum Österreich eine Schuldenbremse braucht

Statt das Defizit mit wenig durchdachten Beschlüssen zu erhöhen, sollte der Nationalrat heute zumindest eine wirksame Schuldenbremse beschließen. Noch besser wäre eine zusätzliche Ausgabenbremse, so wie in Schweden.

Manchmal bergen Zahlen eine eindeutige Botschaft, so wie im Fall von Österreichs Staatsverschuldung. Die Tatsache, dass diese beständig anwächst, zeigt, dass die heimische Politik in Sachen Budgetdisziplin chronisch überfordert ist. Die bestehenden Gesetze, wonach Bund, Länder und Gemeinden verpflichtet sind, nachhaltig geordnete Haushalte anzustreben, reichen eben nicht aus. Allein die Schulden des Bundes sind seit 1962 etwa fünfmal schneller gewachsen als die Wirtschaftsleistung (BIP), wie folgende Grafik illustriert: Weiterlesen

Was gegen das maßlose Geldausgeben vor Wahlen zu tun wäre

Was gegen das maßlose Geldausgeben vor Wahlen zu tun wäre

Ein Faktencheck zeigt, dass die Politik kurz vor Urnengängen regelmäßig mehr ausgibt als in Jahren ohne Wahl. Gegen solche oft konzeptlosen Beschlüsse hülfen eine Ausgabenbremse sowie ein transparenteres Budget.

Wahlen kosten Geld. Freilich nicht nur ihre Durchführung an sich, sondern auch das Werben der Parteien um Wählerstimmen mittels neu eingeführter Wohltaten, auch Wahlzuckerl genannt. „Ein Blick auf die Daten über den Zeitraum von 40 Jahren zeigt, dass die Republik in Wahljahren und dem jeweiligen Jahr danach besonders hohe Ausgaben hat“, stellt Agenda Austria-Ökonomin Monika Köppl-Turyna fest. Weiterlesen

Steuern und Abgaben auf einen Blick

Steuern und Abgaben auf einen Blick

Welche Steuern und Abgaben füllen die Staatskasse in Österreich? Aus welchen Quellen sprudeln die meisten Einnahmen? Unsere interaktive Grafik verschafft Ihnen einen Überblick.


//Update 28.09.2017: Die Statistik Austria hat nun auch die Angaben für die öffentlichen Finanzen 2016 revidiert. Die Angaben in unserer Grafik wurden entsprechend aktualisiert.
//Update 25.09.2017: Die Statistik Austria hat die Angabe für das österreichische Bruttoinlandsprodukt 2016 von rund 349,3 Mrd. Euro auf rund 353,3 Mrd. Euro revidiert.


Bis zum Wahltag, dem 15. Oktober, wird es noch viele Diskussionen geben, wohin das Land ab dem 16. Oktober steuern soll. Hier finden Sie Informationen über den aktuellen Zustand des österreichischen Staatshaushalts, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können. (Die Staatsausgaben auf einen Blick finden Sie hier.)

Unsere interaktive Grafik zeigt die konsolidierten Staatseinnahmen aus Abgaben (Summe der Einnahmen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern). Im Jahr 2016 nahm der Staat rund 151,5 Milliarden Euro über Steuern und Abgaben ein, das sind 42,9 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung (alle Werte sind in Prozent des BIP angegeben): Weiterlesen

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