Was die Gesamtqualität der Verwaltung betrifft: Die Weltbank sieht Österreich unter den EU-Ländern auf dem siebten Platz und somit knapp hinter Deutschland im oberen Drittel. Allerdings gibt es eine klar ersichtliche Kluft zu nordischen Ländern wie Finnland oder Schweden, die das Ranking anführen.
Das ist ein problematischer Trend, der darauf hinweist, dass die Bürokratie nicht völlig unkontrolliert wachsen darf. Es gibt durchaus Initiativen dafür, die allerdings bislang nur teilweise Früchte getragen haben.
Was die bürokratische Belastung von Menschen und Unternehmen durch Verordnungen und Gesetze betrifft, hat sich Österreich in den vergangenen Jahren stark gebessert. Seit 2013 wird zumindest teilweise eine sogenannte Wirkungsfolgenanalyse durchgeführt (Ergebnisse auch online abrufbar): Diese analysiert die Fortschritte bei der Zielerreichung der verschiedenen Ministerien. So war es im Jahr 2018 ein Wirkungsziel des Justizministeriums, Entbürokratisierung und Deregulierung voranzutreiben. Dieses Ziel wurde im betreffenden Jahr auch eindeutig erreicht, etwa im Bereich der Bekämpfung des sogenannten „Gold Plating“.[1]
Im Jahr 2018 wurden knapp 6.500 Paragrafen von Verordnungen außer Kraft gesetzt – so viele wie noch nie. In den letzten beiden Jahren war von diesem Trend nach oben allerdings nichts mehr zu sehen. Denn das Projekt wurde von der Übergangsregierung, also der damaligen Expertenregierung, nicht mehr vorangetrieben. Das zeigt ein großes Problem: Deregulierung und Entbürokratisierung (also konkrete Schritte in Richtung mehr ökonomische Freiheit) sind nur dann nachhaltig möglich, wenn es eine funktionierende Regierung gibt. Während die ersten Ansätze zur Entbürokratisierung da waren, wurde dieses Vorhaben rasch wieder aus den Augen verloren.
Positiv zu erwähnen: Seit September 2017 werden alle Gesetzesvorschläge online gestellt und auch ex ante einer Wirkungsfolgenanalyse unterzogen. Die Bevölkerung kann hier auch Kommentare abgeben. Seit Sommer 2021 kann die Bevölkerung zu allen legislativen Initiativen Stellung nehmen.[2]
Fußnoten
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Wie Österreich aus 90 Prozent erneuerbarem Strom einen der höchsten Strompreise Europas macht.
Wenn die Sonne angeblich keine Rechnung schickt, dann sollten das die Flüsse und Bäche Österreichs doch auch nicht tun, oder? Viereinhalb ökonomische Ideen für billigeren Strom.
Österreichs zentrales Budgetproblem ist seit langem bekannt: Der Staat verfügt über die dritthöchsten Einnahmen aller Euroländer und machte daraus 2025 das vierthöchste Defizit, weil die Ausgaben viel zu hoch sind. Die Diagnose ist daher wenig umstritten: Wer die öffentlichen Finanzen nachhaltig sanieren will, muss auf der Ausgabenseite anse
Was Österreich vom Projekt „Afuera“ lernen kann. Lernen muss.
Unser Vorschlag zeigt, wie Österreich durch konsequente Ausgabendisziplin und strukturelle Reformen wieder finanzielle Spielräume gewinnt.
Die türkis-rot-pinke Dreierkoalition wird ein Jahr alt. Doch was ist schon ein Jahr? Zeit ist bekanntlich relativ. Wäre die Regierung ein Baby, würden wir uns nun auf die ersten zaghaften Schritte freuen; wäre sie aber ein Goldhamster, würden wir schon mal ein kleines Loch im Garten vorbereiten.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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