Thema: Pensionen & Sozialstaat

Hier finden Sie Blog-Artikel, Videos und Infografiken der Agenda Austria zum österreichischen Sozialstaat, insbesondere zum Pensions- und Gesundheitssystem.

Warum Österreich nicht mehr das bessere Deutschland ist

Warum Österreich nicht mehr das bessere Deutschland ist

Vor zwölf Jahren schaute das Nachbarland neidisch auf uns, doch das ist vorbei. Um wieder aufzuschließen, sollte die Regierung den Arbeitsmarkt flexibilisieren, die Steuerzahler entlasten und die Ausgaben dämpfen.

Österreich sei das bessere Deutschland, befand vor zwölf Jahren das Hamburger Magazin „Stern“ auf seinem Cover. Doch das war einmal. Bei Arbeitslosigkeit, Wachstum, Ausmaß der Verschuldung oder im Standortwettbewerb: In allen diesen Kategorien konnte unser nördlicher Nachbar in den letzten Jahren bessere Werte verzeichnen.

Unter dem Titel „Warum Österreich nicht mehr das bessere Deutschland ist“ hat ein Team von Ökonomen der Agenda Austria die Gründe für diese Umkehr untersucht und macht Vorschläge, wie hierzulande wieder mehr Wohlstand entstehen könnte. Weiterlesen

Pensionsreform: Keiner verliert – außer der Politik

Pensionsreform: Keiner verliert – außer der Politik

In Wahlkampfzeiten werden gerne die Pensionen als emotionales Thema hervorgeholt. Das macht Österreichs Altersversorgungssystem aber beileibe nicht sicherer. Dabei wäre eine Reform einfach. – Kommentar von Michael Christl

Die Rechnung ist zwar nicht ganz einfach, dafür ist das Ergebnis glasklar: Eine Pensionsreform nach dem Vorbild des sozialdemokratischen Musterlands Schweden würde bedeuten, dass knapp drei Viertel der österreichischen Wähler in puncto Pension schlechter aussteigen würden als jetzt. „Nur“ die gut 25 Prozent der Wähler, die jünger als Mitte 30 sind, würden vom schwedischen Pensionsmodell profitieren, weil sie dann weniger von den steigenden Zuschüssen zahlen müssten. Weiterlesen

Immer weniger Beitragszahler pro Pensionist

Immer weniger Beitragszahler pro Pensionist

Die Pensionsbeiträge noch weiter nach oben zu treiben oder den Reformbedarf bei den Renten zu leugnen ist bedenklich. Das zeigt allein die Tatsache, dass heute auf einen Pensionisten nur mehr 3,3 Erwerbsfähige kommen. Und dieses Verhältnis verschlechtert sich laufend.

Österreichs Arbeitnehmer bezahlen so hohe Pensionsbeiträge wie in kaum einem anderen Land. Gleichzeitig sind noch höhere Pensionsbeiträge, wenn es nach Sozialminister Alois Stöger geht, die naheliegendste Möglichkeit, die Pensionen zu sichern. Wobei Österreichs Pensionssystem ja ohnehin in Ordnung sei und es keinen Reformbedarf gebe. Dies sagte der Minister in einem Interview mit dem „Standard“ und sinngemäß auch auf Ö1. Weiterlesen

Wie Kinderbetreuung das Einkommen und die Pensionen beeinflusst

Wie Kinderbetreuung das Einkommen und die Pensionen beeinflusst

Wo es mehr Einrichtungen für Kinder gibt, tragen die Frauen mehr zum Haushaltseinkommen bei. So erhalten sie auch höhere Pensionen. Wichtig wären ein Kinderbetreuungsscheck, weniger Anreiz zur Karenz und ein höheres Frauenpensionsalter.

In Österreich erhalten Frauen im Durchschnitt um 43 Prozent weniger an Pension als Männer, besagen Zahlen des Österreichischen Städtebunds. Die Pensionshöhe spiegelt freilich wider, wie lange Frauen gearbeitet, wie viel sie verdient und wie viel sie eingezahlt haben: Anreize, lang in Karenz zu bleiben, das stark ausgeprägte Senioritätsprinzip in den Kollektivverträgen – Berufserfahrung führt automatisch zu höherem Lohn – und das Pensionsantrittsalter von 60 Jahren für Frauen führen am Ende zu einer niedrigen Rente. Weiterlesen

„Warum wir so super sind“

„Warum wir so super sind“

Mit Österreich geht es angeblich abwärts. Zwei aktuelle Studien sehen das anders: Sie preisen die soziale Gerechtigkeit des Landes. – Kommentar von Franz Schellhorn

Könnten sich noch nicht geborene Menschen aussuchen, in welchem Land sie zur Welt kommen möchten, wäre Österreich wohl ganz vorne dabei – genauer gesagt auf Platz vier, hinter Norwegen, der Schweiz und den Niederlanden. Das jedenfalls sagt eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG), die den Lebensstandard in 162 Ländern vermessen hat und Österreich in der Spitzengruppe führt. Und ganz ehrlich: Platz vier ist nicht so schlecht, zumal jeder weiß, wie kalt und finster es in Norwegen ist, wie nüchtern die Schweizer sind und wie wenig unbewohnten Lebensraum es in Holland gibt. Weiterlesen

Grafik der Woche: Österreich eines der sozial gerechtesten Länder der Welt

Grafik der Woche: Österreich eines der sozial gerechtesten Länder der Welt

Im aktuellen „Index Soziale Gerechtigkeit“ der Bertelsmann Stiftung schafft es Österreich auf Platz 6 von 28 untersuchten Ländern.

Armutsbekämpfung, Chancengleichheit im Bildungssystem und die Qualität der Gesundheitsversorgung – die Frage nach sozialer Gerechtigkeit verlangt eine differenzierte Betrachtung. Die Bertelsmann Stiftung bewertet regelmäßig das Niveau an sozialer Inklusion in den 28 EU-Ländern: Im aktuellen „Index Soziale Gerechtigkeit“ schafft es Österreich auf Platz 6 und zählt damit zu den sozial gerechtesten Ländern Europas. Weiterlesen

Wahlkampf im Pflegeheim

Wahlkampf im Pflegeheim

Die SPÖ ist für den Schutz vermögender Pflegebedürftiger, die ÖVP will die Pflege komplett verstaatlichen. Interessant, nicht? – Kommentar von Franz Schellhorn.

Das Leben kann verdammt hart und ungerecht sein. Wer in Saus und Braus lebt und sein ganzes Einkommen über die Jahre hinweg verpulvert oder seinen Besitz rechtzeitig an die Kinder verschenkt, kann sich entspannt auf Rechnung der Allgemeinheit pflegen lassen. Wer hingegen eisern spart und plötzlich pflegebedürftig wird, muss im schlimmsten Fall sein gesamtes Vermögen auflösen, bevor der Staat einen Teil der Pflegekosten übernimmt. Reicht das öffentliche Pflegegeld nicht aus, werden zur Abdeckung der anfallenden Kosten bis zu 80 Prozent der Pension herangezogen. Ist auch das zu wenig, greift der Staat auf das Vermögen zu in unterschiedlichem Ausmaß: Einige Bundesländer nehmen mehr, andere weniger. Weiterlesen

Warum 200 Millionen Euro nur die Spitze des Pflege-Eisbergs sind

Warum 200 Millionen Euro nur die Spitze des Pflege-Eisbergs sind

Die Abschaffung des Pflegeregresses zieht eine Finanzierungslücke nach sich. Wer die Kosten genauer betrachtet, stellt fest: Die wahren Probleme sind viel größer und liegen woanders.

Der Staat greift künftig nicht mehr auf das Privatvermögen von pflegebedürftigen Personen zu, um einen Teil der Pflegekosten zu decken. Dadurch ist natürlich eine Finanzierungslücke entstanden und auch eine Diskussion darüber, wie diese zu schließen sei. Die Lücke beträgt etwa 200 Millionen Euro. Wer sich genauer ansieht, wie Pflegeleistungen finanziert werden, kommt jedoch zum Schluss: Das ist nur die Spitze des Pflege-Eisbergs. Weiterlesen

Ein Rezept zur Senkung der Steuerquote

Ein Rezept zur Senkung der Steuerquote

Das Ziel von Außenminister Kurz, die Steuer- und Abgabenquote zu senken, ist richtig. Schweden hat es vorgemacht und liefert auch Ideen, mit welchen konkreten Maßnahmen das geht.

Wie wäre es möglich, die Steuer- und Abgabenquote in Österreich von derzeit über 43 auf 40 Prozent zu senken? Dieser von Außenminister Sebastian Kurz vorgebrachte Plan ist ja weithin auf Skepsis gestoßen. Vielleicht auch deswegen, weil Kurz noch nicht genau erläutert hat, wie er dieses Ziel erreichen will. Weiterlesen

Arbeitslosenunterstützung: Mehr und dafür kürzer

Arbeitslosenunterstützung: Mehr und dafür kürzer

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist gegenüber Mai 2016 um acht Prozent gestiegen. Österreich sollte die skandinavischen Länder nachahmen: Deren Regeln schützen besser vor der Inaktivitätsfalle.

Es ist eindeutig und erfreulich: Die Arbeitslosigkeit sinkt. Das tut sie, weil die Konjunktur in Schwung geraten ist. Freilich gibt es neben den konjunkturellen auch strukturelle Gründe für die Arbeitslosigkeit: Denn gleichzeitig gibt es ja sehr viele offene Jobs, die aus welchen Gründen auch immer nicht besetzt werden können. Weiterlesen

Load More