Würde Österreich so besteuern wie Dänemark, könnten einem durchschnittlichen Arbeitnehmer jeden Monat mehr als 500 Euro mehr am Konto bleiben.
Nur vier europäische Länder belasten Arbeitseinkommen noch stärker als Österreich – die überwältigende Mehrzahl hebt niedrigere Steuern ein. Neben Irland würden dem Beispielverdiener auch in der Schweiz mehr als 450 Euro zusätzlich bleiben, in Schweden wären es noch immer stattliche 374 Euro. Keines dieser Länder ist für seinen desaströsen Sozialstaat bekannt.
Österreich könnte Arbeit also entlasten – wie unsere Grafik zeigt, ist es kein Naturgesetz, dass vom Brutto nur so ein kümmerliches Netto übrig bleibt. Was fehlt, ist der politische Wille. Immer höhere Steuern einzuheben ist eben einfacher, als bei den Ausgaben zu sparen oder strukturell zu reformieren. Eine spürbare Entlastung der Arbeitseinkommen wäre aber goldrichtig für Österreich. Wenn sich Arbeit mehr lohnt wäre das nicht nur fair gegenüber den Fleißigen im Land, sondern es gäbe auch stärkere Anreize, mehr zu Arbeiten – was für die langfristige Gesundheit unseres Gemeinwesens unverzichtbar ist.
Einnahmen von Jänner bis Juni des jeweiligen Jahres (in Milliarden Euro) und die prozentuelle Veränderung zwischen 2019 und 2026
Im Finanzministerium hatte man im ersten Halbjahr wieder gute Laune.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Realer Preisanstieg für selbstgenutztes Wohneigentum, in Prozent, 2010 bis 2025.
Seit 2010 ist selbstgenutzter Wohnraum durchschnittlich um 21,3 Prozent (real) im Wert gestiegen.
Schätzung, in Euro, pro Wahlberechtigten
Österreich leistet sich im europäischen Vergleich die mit Abstand teuerste Parteienförderung.
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)
Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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