Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Während der Anteil der Unternehmensgewinne zuletzt sogar stark rückläufig war, ist der Anteil der Löhne am BIP kräftig angewachsen. Die Arbeitnehmer erhalten heute also einen deutlich größeren Teil der Wirtschaftsleistung als noch vor zehn Jahren. Doch eine starke Lohnentwicklung bedeutet auch, dass die Arbeitskosten für die Unternehmen steigen. Wenn die Produktivitätsentwicklung nicht Schritt hält, verschlechtert das ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Langfristig können die Löhne nur dann nachhaltig steigen, wenn Unternehmen wettbewerbsfähig sind, investieren und ihre Produktivität erhöhen. Denn verteilt werden kann am Ende nur, was zuvor erwirtschaftet wurde.
Die Grafik zeigt die quartalsweise Verteilung des österreichischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Milliarden Euro vom ersten Quartal 2015 bis zum ersten Quartal 2026. Die Wirtschaftsleistung ist in die vier Komponenten Löhne, Gewinne, Produktionsabgaben und Subventionen unterteilt. Über den gesamten Zeitraum steigt das nominale BIP deutlich an – von rund 90 Milliarden Euro pro Quartal auf knapp 140 Milliarden Euro. Den größten Anteil an der Wirtschaftsleistung bilden durchgehend die Löhne, gefolgt von den Gewinnen. Produktionsabgaben tragen einen kleineren, aber über den Zeitraum ebenfalls wachsenden Anteil bei, während Subventionen durchgehend den geringsten Anteil ausmachen und nur vergleichsweise geringe Schwankungen aufweisen.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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