Seit 2010 ist selbstgenutzter Wohnraum durchschnittlich um 21,3 Prozent (real) im Wert gestiegen.
Damit liegen wir im europäischen Mittelfeld. Viele Länder Osteuropas hatten durch stärkeres Wirtschaftswachstum und Aufholeffekte noch höhere Preisanstiege. Gleichzeitig besitzen in diesen Ländern auch mehr Haushalte ihre Wohnungen – und sind somit an der Wertsteigerung beteiligt. In Österreich ist die Eigentümerrate dagegen sehr niedrig; entsprechend wenige können daher von den steigenden Immobilienpreisen profitieren.
Ein Grund: Weil der Staat den Bürgern so wenig von ihrem Einkommen lässt, ist es schwierig, sich ein Vermögen aufzubauen. Wir zahlen unser Geld in ein überfordertes Pensionssystem und erwerben luftige Ansprüche irgendwann in der Zukunft, statt selbst zählbares Vermögen aufzubauen. Damit sich mehr Menschen den Traum vom Eigenheim erfüllen und an den steigenden Immobilienwerten beteiligt sein können, muss sich Arbeit wieder lohnen. Zusätzliche Arbeitsstunden dürfen nicht länger zu steuerlichen Nachteilen führen; die Entgelttransparenzrichtlinie, die leistungsbezogene Lohnunterschiede de facto kriminalisiert, muss gestoppt werden; und die Besteuerung von Arbeit muss auf eine Flat Tax von 16 Prozent sinken.
Gleichzeitig müssen Hürden für den Immobilienerwerb abgebaut werden. Wer die eigenen vier Wände auf Kredit finanziert, sollte die Zinsen wieder von der Steuer absetzen können – bis 2021 ging das. Zudem sind viele Nebenkosten nicht mehr zeitgemäß. Und man könnte auch out of the box denken. Die Gemeinden, allen voran Wien, könnten langjährige Gemeindebau-Mieter zu Eigentümern machen: Wohnung sanieren, thermisch auf Stand bringen und dann zum fairen Preis an die Bewohner verkaufen. So kommen Haushalte zu Eigentum.
Quellen: Agenda Austria auf Basis von Daten von Eurostat, Häuserpreisindex, deflationiert – Jahresdaten (tipsho10). Dargestellt ist der reale, also um die allgemeine Teuerung bereinigte, kumulierte Preisanstieg von Wohnimmobilien in den EU-Mitgliedstaaten über den Zeitraum 2010 bis 2025, in Prozent. Der reale Index ergibt sich aus dem nominellen Häuserpreisindex, dividiert durch den Deflator der privaten Konsumausgaben der Haushalte. Erfasst sind Kauftransaktionen bestehender und neu errichteter Wohnimmobilien; Eigenbauten sind ausgeschlossen. Für Griechenland liegen keine Daten vor. Die dunkelblau eingefärbten Balken kennzeichnen die Länder der EU-15 ohne das Vereinigte Königreich.
Das Balkendiagramm zeigt den realen, also um die Inflation bereinigten Preisanstieg für selbstgenutztes Wohneigentum in den EU-Mitgliedstaaten von 2010 bis 2025, in Prozent, absteigend nach der Höhe des Anstiegs sortiert. Dunkelblau eingefärbte Balken kennzeichnen die Länder der EU-15 ohne das Vereinigte Königreich, hellblaue die übrigen Mitgliedstaaten; Österreich ist hervorgehoben. Den höchsten Wert weist Estland mit rund 63 Prozent auf, gefolgt von Litauen, Bulgarien und Ungarn. Im Mittelfeld liegt Österreich mit 21,3 Prozent, zwischen Malta und Rumänien mit jeweils rund 21 Prozent. Am unteren Ende folgen unter anderem Frankreich mit etwa 4 und die Slowakei mit rund 1 Prozent. Italien ist als einziges Land mit einem realen Preisrückgang gesondert rechts außen dargestellt. Für Griechenland liegen keine Daten vor.
Es gibt immer weniger Lehrlinge, aber der Rückgang ist nicht einheitlich. Seit 2010 hat sich die Zahl der Lehrlinge in Betrieben mit maximal neun Mitarbeitern halbiert, während die Großbetriebe heute sogar mehr ausbilden als damals.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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