Das österreichische Pensionssystem gerät zunehmend in Schieflage. Selbst die von der Dreierkoalition zuletzt beschlossene „größte Pensionsreform seit 20 Jahren“ ändert daran nichts.
Kräftige Pensionserhöhungen und die (Früh)Pensionierung der Babyboomer-Generation belasten den Staatshaushalt immer stärker, wie eine Berechnung der Agenda Austria anhand aktueller Daten der Alterssicherungskommission zeigt.
Demnach steigt der Zuschuss aus dem Bundesbudget kontinuierlich an. Belief sich dieser im Vorjahr noch auf 6,1 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung, werden es bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2029 schon 6,75 Prozent sein. In 2025er-Preisen bedeutet allein dieser Anstieg etwa 3,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten, statt der im Vorjahr noch prognostizierten 1,7 Milliarden Euro. Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera: „Jeder vierte Euro des Bundeshaushalts fließt in das Pensionssystem und in Zukunft wird dieser Anteil weiter ansteigen. Mit kleineren Anpassungen ist es nicht getan, die Regierung muss einschreiten und das gesetzliche Pensionsantrittsalter endlich anheben.“
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
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