Wer sich im Winterurlaub in die langen Schlangen der Skilifte einreihen musste, konnte den Eindruck gewinnen, dass der österreichische Tourismus wieder so richtig brumme. Doch der Schein trügt.
Im Tourismus lodert nur ein Strohfeuer. Der Preisauftrieb bei Energie, Lebensmitteln und dem Faktor Arbeit hat zwar die Preise für die Erholungsbedürftigen nach oben getrieben, real dümpelt die Branche aber immer noch knapp unter Vorkrisenniveau, wie unsere Grafik zeigt.
Immerhin. Dass die Betriebe die enorm gestiegenen Kosten bislang weitgehend am Markt unterbringen konnten, ist nicht selbstverständlich. Die Insolvenzen haben zwar zugenommen, aber im Vergleich zu anderen Branchen sind die Zahlen eher moderat. Doch auch der Tourismus hat ein Thema mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Unser Ökonom Jan Kluge warnt: „Auch die Griechen hatten lange nicht wahrhaben wollen, dass die türkischen Strände an Reiz gewannen, je teurer die griechischen Strände wurden.“ Das sollte uns eine Mahnung sein. Schöne Berge und Seen gibt es auch in Slowenien.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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