Wer sich im Winterurlaub in die langen Schlangen der Skilifte einreihen musste, konnte den Eindruck gewinnen, dass der österreichische Tourismus wieder so richtig brumme. Doch der Schein trügt.
Im Tourismus lodert nur ein Strohfeuer. Der Preisauftrieb bei Energie, Lebensmitteln und dem Faktor Arbeit hat zwar die Preise für die Erholungsbedürftigen nach oben getrieben, real dümpelt die Branche aber immer noch knapp unter Vorkrisenniveau, wie unsere Grafik zeigt.
Immerhin. Dass die Betriebe die enorm gestiegenen Kosten bislang weitgehend am Markt unterbringen konnten, ist nicht selbstverständlich. Die Insolvenzen haben zwar zugenommen, aber im Vergleich zu anderen Branchen sind die Zahlen eher moderat. Doch auch der Tourismus hat ein Thema mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Unser Ökonom Jan Kluge warnt: „Auch die Griechen hatten lange nicht wahrhaben wollen, dass die türkischen Strände an Reiz gewannen, je teurer die griechischen Strände wurden.“ Das sollte uns eine Mahnung sein. Schöne Berge und Seen gibt es auch in Slowenien.
Es gibt immer weniger Lehrlinge, aber der Rückgang ist nicht einheitlich. Seit 2010 hat sich die Zahl der Lehrlinge in Betrieben mit maximal neun Mitarbeitern halbiert, während die Großbetriebe heute sogar mehr ausbilden als damals.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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