In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.
Nur Langzeitstudierende und Studierende aus Drittstaaten müssen eine Studiengebühr bezahlen. Auch diese Beträge in der Höhe von 363,36 bzw. 726,73 Euro pro Semester sind im internationalen Vergleich sehr niedrig. Das schlägt sich auch in den Zahlen der Studienanfänger nieder, wie unsere Auswertung zeigt.
So wurden in den letzten Jahren deutlich mehr aus- als inländische Studierende an Österreichs öffentlichen Universitäten zugelassen. Abgesehen davon, dass viele der neu Eingeschriebenen ihr Studium nie abschließen, verlassen viele jener, die abschließen, danach das Land. „Während Österreich als Studienort durchaus attraktiv ist, lockt der Arbeitsmarkt nicht mit wahnsinnig attraktiven Rahmenbedingungen“, hält Ökonomin Carmen Treml fest. Die Devise müsste daher sein: Studiengebühren rauf, Kosten auf den Faktor Arbeit runter. „Dass die alleinerziehende Billa-Verkäuferin mit ihrer Steuerleistung das knapp 300.000 Euro teure Zahnmedizinstudium des Sprösslings einer deutschen Arztfamilie mitbezahlt, damit dieser später die elterliche Praxis in München übernehmen kann, ist weder sozial noch fair.“
Agenda Austria, Statistik Austria.
Anmerkung: Erstzugelassene Studierende nach Staatsangehörigkeit. Letztes abgeschlossenes Studienjahr 2024/25.
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Zahl der erstzugelassenen Studierenden an Österreichs öffentlichen Universitäten zwischen den Studienjahren 2003/04 und 2024/25. Dargestellt sind zwei Gruppen: Studierende mit österreichischer Staatsangehörigkeit und Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Zahl der Erstzugelassenen wird in absoluten Werten je Studienjahr ausgewiesen.
Die österreichischen Studierenden weisen zu Beginn des Beobachtungszeitraums die höheren Werte auf. Von rund 25.000 im Jahr 2003/04 steigt ihre Zahl bis 2009/10 auf einen ersten Höchststand von etwa 32.000. Danach pendelt sich die Zahl mit leichten Schwankungen auf einem Niveau um 29.000 bis 30.000 ein, bevor ab etwa 2018/19 ein deutlicherer Rückgang einsetzt. Nach einem kurzen Wiederanstieg auf rund 24.000 im Jahr 2020/21 fällt die Zahl weiter ab und liegt 2024/25 bei rund 20.000.
Die ausländischen Studierenden verzeichnen über den gesamten Zeitraum einen weitgehend kontinuierlichen Anstieg. Von rund 13.000 im Jahr 2003/04 wächst ihre Zahl bis 2015/16 auf etwa 27.000, gefolgt von einem leichten Rücksetzer auf rund 22.000 bis 2018/19. Nach einem erneuten Tiefpunkt von etwa 20.000 im Jahr 2020/21 setzt ein zunehmend steiler Anstieg ein, der bis 2024/25 einen neuen Höchststand von über 30.000 erreicht.
Im Ergebnis überholt die Zahl der ausländischen Studierenden jene der österreichischen Studierenden gegen Ende des Beobachtungszeitraums deutlich: Während 2003/04 noch fast doppelt so viele Österreicher wie Ausländer erstmals zugelassen wurden, sind es 2024/25 umgekehrt die ausländischen Studierenden, die mit rund 31.000 gegenüber 20.000 Österreichern klar in der Mehrheit sind.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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