Österreichs Schuldenstand hat den EU-Schnitt überholt. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald zu den überdurchschnittlich hoch verschuldeten Euro-Ländern gehören.
Eigentlich haben sich alle EU-Mitgliedsstaaten vertraglich dazu verpflichtet, ihre Staatsschulden unter 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu halten; die jährliche Neuverschuldung darf sich auf maximal drei Prozent belaufen. Diese berühmten Maastrichtregeln werden kaum eingehalten. Dass gerade große Volkswirtschaften wie Italien, Frankreich und Spanien die Schuldengrenze sprengen, ist für die langfristige Finanzstabilität der Europäischen Union besonders bedrohlich.
Aber auch Österreich muss seinen Beitrag leisten. Dänemark, Schweden oder Irland machen vor, dass man seine Schulden zügeln und gleichzeitig eine dynamische Volkswirtschaft mit großzügigem Sozialsystem sein kann.
Eine Ausgabenbremse mit Verfassungsrang, eine Koppelung des Pensionsantrittsalters an die Lebenswerwartung und eine Kahlschlag im wuchernden Förderwesen würden Österreich helfen, auch zu diesem Klub zu gehören. Wir werden es uns in Zukunft danken.
Quelle: Eurostat, Quartalsdaten zum öffentlichen Schuldenstand (Datensatz gov_10q_ggdebt). Dargestellt ist der konsolidierte Bruttoschuldenstand des Staates in Prozent des Bruttoinlandsprodukts am Ende des ersten Quartals 2026, für alle 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie für die Aggregate Euroraum und EU-27. Die Abgrenzung folgt der Maastricht-Definition, die im Verfahren bei einem übermäßigen Defizit verwendet wird; die Quote wird für jedes Quartal auf Basis der Summe der vier zuletzt verfügbaren Quartals-BIP berechnet. Die waagrechte Linie markiert die im Vertrag von Maastricht vereinbarte Obergrenze von 60 Prozent des BIP. Das Aggregat Euroraum umfasst seit 1. Jänner 2026 auch Bulgarien (EA21) und ist daher mit früheren Euroraum-Werten nur eingeschränkt vergleichbar. Sämtliche Werte für das erste Quartal 2026 sind von Eurostat als vorläufig gekennzeichnet.
Das Balkendiagramm zeigt den Schuldenstand der 27 EU-Mitgliedsstaaten in Prozent des Bruttoinlandsprodukts am Ende des ersten Quartals 2026, absteigend sortiert; zusätzlich ausgewiesen sind die Aggregate für den Euroraum und die EU-27. Die waagrechte Linie markiert die im Vertrag von Maastricht vereinbarte Obergrenze von 60 Prozent. Die Rangfolge lautet: Griechenland 143,5, Italien 138,9, Frankreich 117,6, Belgien 109,1, Spanien 101,6, Portugal 91,0, Finnland 89,7, Euroraum 88,9, Österreich 83,3, EU-27 82,9, Ungarn 77,7, Slowenien 64,8, Deutschland 64,4, Slowakei 62,5, Polen 61,6, Rumänien 60,1, Kroatien 58,4, Zypern 54,6, Lettland 46,9, Malta 45,9, Tschechien 44,1, Niederlande 43,8, Litauen 42,3, Irland 37,0, Schweden 34,9, Luxemburg 29,2, Bulgarien 28,5, Dänemark 26,8 und Estland 25,2. Damit liegen 14 der 27 Mitgliedsstaaten über der Marke von 60 Prozent und 13 darunter.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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