Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. So lauten die gängigen Schlagzeilen. Die kürzlich veröffentlichten „Distributional Wealth Accounts“ der EZB, eine Datenbank, die Vermögensdaten endlich analysierbar macht, zeigen aber ein anderes Bild. Seit dem Jahr 2011 hat sich die Vermögensungleichheit in Österreich reduziert, wie auch in der aktuellen Grafik der Agenda Austria sichtbar ist.
Die durchschnittlichen Vermögen der reichsten zehn Prozent der heimischen Haushalte sind demnach langsamer gestiegen als jene der unteren 50 Prozent. Das ändert aber nichts daran, dass die Vermögensungleichheit in Österreich immer noch hoch ist. Das Vermögen eines Haushalts im reichsten Dezil ist durchschnittlich 90-Mal so hoch wie das eines Haushalts in der unteren Hälfte. Hauptgrund dafür ist, dass in Österreich – im Gegensatz zu ärmeren Ländern – zu wenige Menschen in der eigenen Immobilie leben. Zudem greift der Steuerstaat so stark zu, dass der Vermögensaufbau kaum noch möglich ist. „Durch zielgerichtete Maßnahmen muss es künftig vor allem ärmeren Haushalten erleichtert werden, Vermögen aufzubauen. So kann die Vermögenskluft weiter schrumpfen“, sagt Agenda Austria-Ökonomin Carmen Treml.
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Zinssätze in Österreich, in Prozent
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Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
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Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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