Über 5.600 Unternehmen werden in Österreich von der öffentlichen Hand kontrolliert.
Doch ob sie statistisch gesehen wirklich zum Staatssektor gezählt werden, richtet sich nicht nur nach den Mehrheitsverhältnissen. Sobald ein öffentliches Unternehmen den Regeln des Marktes weitgehend entzogen ist, handelt es sich um ein Staatsunternehmen. Konkurriert es dagegen mit anderen, dann kann es trotz staatlicher Kontrolle ein Marktunternehmen sein. Relevant ist das zum Beispiel dafür, ob die Schulden eines Unternehmens der Staatsverschuldung zugerechnet werden müssen oder nicht. Ein solches Regelwerk soll Bilanzkosmetik vermeiden.
„Alles muss raus! Österreich entdeckt die Privatisierung“ zeigt, wo Österreich im internationalen Vergleich steht und welches Potenzial im Staatsbesitz steckt. Jetzt nachlesen.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Durch die gesellschaftliche Debatte wird oft der Eindruck vermittelt, dass die Wohnkosten für immer mehr Menschen untragbar werden. Die Daten zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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