Österreich zählt in der EU zur Spitzengruppe jener Länder, in denen sich die Menschen stark auf staatliche Pensionen verlassen – nur Finnland ist noch abhängiger von der öffentlichen Hand. Private Vorsorge und Kapitalerträge spielen hierzulande dagegen eine kleine Rolle.
Die Schwäche des Umlagesystems liegt auf der Hand: Es wird nichts angespart, sondern laufend verteilt. Die Pensionen werden aus den Einzahlungen der aktuell arbeitenden Generation finanziert. Wenn immer mehr Menschen in Pension gehen und weniger im Erwerbsleben stehen, gerät dieses Modell zwangsläufig unter Druck.
Trotzdem bleibt die Skepsis gegenüber dem Kapitalmarkt groß. Aktien gelten als riskant, das Sparbuch als sicher – auch wenn es real seit Jahren Verluste schreibt.
Dabei war private Vorsorge nie einfacher. Schon kleine regelmäßige Beträge lassen sich heute günstig und breit gestreut investieren. Der Zinseszins erledigt den Rest: Er sorgt dafür, dass Erträge selbst wieder Erträge bringen – und Zeit zum wichtigsten Faktor wird.
„Wer die Abhängigkeit vom Staat im Alter reduzieren will, muss genau hier ansetzen. Betriebliche und private Vorsorge muss steuerlich entlastet werden – nicht als Sonderlösung, sondern als selbstverständlicher Teil der Altersvorsorge in Österreich”, sagt Ökonomin Carmen Treml.
Schätzung, in Euro, pro Wahlberechtigten
Österreich leistet sich im europäischen Vergleich die mit Abstand teuerste Parteienförderung.
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)
Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.
Schuldenquote, im ersten Quartal 2026
Österreichs Schuldenstand hat den EU-Schnitt überholt. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald zu den überdurchschnittlich hoch verschuldeten Euro-Ländern gehören.
in Jahren, im Jahr 2025
Im Schnitt arbeiten Österreicherinnen und Österreicher 39,1 Jahre ihres Lebens.
Zahl der erstzugelassenen Studierenden an öffentlichen Universitäten in Österreich von 2003 bis 2025
In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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