Österreich zählt in der EU zur Spitzengruppe jener Länder, in denen sich die Menschen stark auf staatliche Pensionen verlassen – nur Finnland ist noch abhängiger von der öffentlichen Hand. Private Vorsorge und Kapitalerträge spielen hierzulande dagegen eine kleine Rolle.
Die Schwäche des Umlagesystems liegt auf der Hand: Es wird nichts angespart, sondern laufend verteilt. Die Pensionen werden aus den Einzahlungen der aktuell arbeitenden Generation finanziert. Wenn immer mehr Menschen in Pension gehen und weniger im Erwerbsleben stehen, gerät dieses Modell zwangsläufig unter Druck.
Trotzdem bleibt die Skepsis gegenüber dem Kapitalmarkt groß. Aktien gelten als riskant, das Sparbuch als sicher – auch wenn es real seit Jahren Verluste schreibt.
Dabei war private Vorsorge nie einfacher. Schon kleine regelmäßige Beträge lassen sich heute günstig und breit gestreut investieren. Der Zinseszins erledigt den Rest: Er sorgt dafür, dass Erträge selbst wieder Erträge bringen – und Zeit zum wichtigsten Faktor wird.
„Wer die Abhängigkeit vom Staat im Alter reduzieren will, muss genau hier ansetzen. Betriebliche und private Vorsorge muss steuerlich entlastet werden – nicht als Sonderlösung, sondern als selbstverständlicher Teil der Altersvorsorge in Österreich”, sagt Ökonomin Carmen Treml.
Anzahl der erstzugelassenen Studenten im jeweiligen Studienjahr
An Österreichs öffentlichen Universitäten hat sich das Verhältnis gedreht: Seit dem Studienjahr 2021/22 werden mehr ausländische als österreichische Studierende erstzugelassen – und der Abstand wächst jedes Jahr.
Anzahl der Arztbesuche pro Kopf, Vergleich europäischer Länder, im Jahr 2023
Ist Österreich das kränkste Land Europas? Könnte man meinen, wenn man sich ansieht, wie oft hierzulande der Arzt aufgesucht wird - nämlich öfter als überall sonst in Europa.
Anteil des Staatskonsums an der Wirtschaftsleistung, in Prozent von 1995 bis 2027, in Östereich
Österreich stemmt sich gegen die Flaute. Seit Jahren versucht der Staat, die weggebrochenen privaten Investitionen durch öffentliche zu ersetzen (allerdings ohne Erfolg).
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Wird diesmal tatsächlich ausgabenseitig konsolidiert? Nein. Die Ausgaben steigen weiter fröhlich an.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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