Österreich und Argentinien liegen bei der Staatsschuldenquote gleichauf.
Im Jahr 2025 lagen die Staatsschulden in beiden Ländern bei knapp über 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht Österreich auf dem Weg nach oben. Auch die Langfristprognosen des BMF zeigen steil nach oben; insbesondere, weil die demografiebedingten Ausgabenposten nicht unter Kontrolle sind. Die argentinische Schuldenquote ist dagegen seit Mileis Amtsantritt auf dem Weg nach unten; der Haushalt ist seit 2024 mehr oder weniger ausgeglichen. Davon sind wir in Österreich weit entfernt. Seit Jahren überschreiten wir sogar das laut Maastricht erlaubte Defizit von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Wird diesmal tatsächlich ausgabenseitig konsolidiert? Nein. Die Ausgaben steigen weiter fröhlich an.
Das Doppelbudget 2027/28 sollte Österreich eigentlich wieder auf einen stabilen Budgetpfad bringen. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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