Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Im Wahljahr 2024 wurden die Unibudgets um 22 Prozent höher als in der Vorperiode festgesetzt. Und das trotz bereits kräftiger, nachträglicher Anpassungen 2023 und 2024. Nun dürften die Sparpläne nach Aussagen von Finanzminister Markus Marterbauer am Ende wohl doch nicht so umfassend ausfallen wie Anfang letzter Woche befürchtet. Sakrosankt ist der Universitätsbetrieb aber nicht. In der EU gibt laut den aktuellsten Daten der OECD nur Frankreich, gemessen an der Wirtschaftsleistung, noch mehr Geld aus als Österreich, wie unsere Grafik zeigt.
Wer das Bildungssystem stärken will, sollte den Fokus stärker auf die frühkindliche und primäre Bildung legen. „Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung eines Menschen. Gerade in dieser Phase sind Kinder besonders lernfähig. Was hier versäumt wird, lässt sich später oft nur mit deutlich höherem finanziellem und gesellschaftlichem Aufwand ausgleichen“, sagt Ökonomin Carmen Treml. Investitionen in frühe Bildung sind nicht nur sozialpolitisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch nachhaltig.
Es gibt immer weniger Lehrlinge, aber der Rückgang ist nicht einheitlich. Seit 2010 hat sich die Zahl der Lehrlinge in Betrieben mit maximal neun Mitarbeitern halbiert, während die Großbetriebe heute sogar mehr ausbilden als damals.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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