Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Im Wahljahr 2024 wurden die Unibudgets um 22 Prozent höher als in der Vorperiode festgesetzt. Und das trotz bereits kräftiger, nachträglicher Anpassungen 2023 und 2024. Nun dürften die Sparpläne nach Aussagen von Finanzminister Markus Marterbauer am Ende wohl doch nicht so umfassend ausfallen wie Anfang letzter Woche befürchtet. Sakrosankt ist der Universitätsbetrieb aber nicht. In der EU gibt laut den aktuellsten Daten der OECD nur Frankreich, gemessen an der Wirtschaftsleistung, noch mehr Geld aus als Österreich, wie unsere Grafik zeigt.
Wer das Bildungssystem stärken will, sollte den Fokus stärker auf die frühkindliche und primäre Bildung legen. „Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung eines Menschen. Gerade in dieser Phase sind Kinder besonders lernfähig. Was hier versäumt wird, lässt sich später oft nur mit deutlich höherem finanziellem und gesellschaftlichem Aufwand ausgleichen“, sagt Ökonomin Carmen Treml. Investitionen in frühe Bildung sind nicht nur sozialpolitisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch nachhaltig.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Österreich und Argentinien liegen bei der Staatsschuldenquote gleichauf.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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