Das Niedrigzinsumfeld hat den Regierungen europaweit Zeit erkauft, strukturelle Reformen durchzuführen und Schuldenstände zu reduzieren. Passiert ist das Gegenteil. Schulden mit hohen Zinsen wurden mit neuen Schulden und niedrigen Zinsen refinanziert, um immer mehr Schulden aufzunehmen. So ist die Schuldenquote in Österreich im Zeitverlauf immer weiter gestiegen, gleichzeitig sind die Refinanzierungskosten dank Nullzinspolitik gesunken, wie eine Berechnung der Agenda Austria zeigt.
Hätte es keine Niedrigzinsphase gegeben und die Zinssätze entsprächen jenen aus 2007 hätte der österreichische Staat im Jahr 2023 17,3 Milliarden Euro, also um rund zehn Milliarden Euro mehr, an Zinsen bezahlen müssen. So hat sich der Staat zwischen 2008 und 2023 in Summe mehr als 100 Milliarden Euro gespart.
Sozialhilfe soll Menschen in schwierigen Situationen auffangen. Sie darf aber keine längerfristige Alternative zur Erwerbsarbeit werden. Deshalb ist es richtig, staatliche Unterstützung stärker an Eigeninitiative, Integration und Arbeitswillen zu knüpfen.
Verfahren bei einem übermäßigen Defizit in den Euro-Ländern, 2002 bis 2026
Mehr als ein Drittel der Euroländer steckt in einem Defizitverfahren und Österreich ist mittendrin.
Weltexportanteil (Waren und Dienstleistungen, US-Dollar), Index 2000 = 100
Andere Länder gewinnen Marktanteile. Österreich verliert den Anschluss. Seite 2000 hat Tschechien seinen Anteil am Weltexport mehr als verdoppelt. Auch die Schweiz konnte deutlich zulegen. Österreich hingegen hat rund 16 Prozent seines Weltmarktanteils verloren.
Arbeitskosten je geleisteter Stunde im Verarbeitenden Gewerbe, 2025, in Euro
Made in Austria? Wird immer teurer. Wer in Österreich produziert, muss tief in die Tasche greifen. Eine Arbeitsstunde im verarbeitenden Gewerbe kostet hierzulande 51,30 Euro. In Deutschland sind es 49,50 Euro. Der EU-Schnitt liegt mit 35 Euro sogar um fast ein Drittel darunter.
Zinskosten des Bundes laut Finanzrahmen und Mehrkosten, wenn alle neuen Kredite ab 2027 einen Prozentpunkt mehr kosten, in Milliarden Euro
Ein Prozentpunkt mehr Zinsen. Milliarden mehr Kosten. Was nach einer kleinen Veränderung klingt, kann für Österreichs Staatshaushalt richtig teuer werden.
Staatsausgaben in Prozent des BIP, Veränderung von 2019 bis 2026
Die Krisen der vergangenen Jahre haben in ganz Europa die Staatsausgaben nach oben getrieben. Nur sind sie in fast allen Ländern wieder in Richtung Vorkrisenniveau gesunken. Nicht so in Österreich.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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