Noch vor der Pandemie haben sich die Zahlen der Arbeitnehmer und der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden synchron entwickelt: Mehr Arbeitnehmer, mehr Arbeitsstunden, weniger Arbeitnehmer, weniger geleistete Arbeitsstunden. Seit der Pandemie gilt das nicht mehr in diesem Ausmaß: Während aktuell zwar eine Rekordzahl an Personen einer beruflichen Tätigkeit nachgeht, liegen die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden noch immer unterhalb des Niveaus von 2019, wie eine Analyse der Agenda Austria zeigt.
Das ist das Produkt des Teilzeit-Booms. Dass dieser immer breitere Segmente der Erwerbsbevölkerung erfasst, sollte aber nicht überraschen. Wer rechnen kann, erkennt, dass sich Mehrarbeit vielfach nicht auszahlt. „Vollzeitarbeit rentiert sich in Österreich häufig nicht. Dass dadurch genau in dem Moment, in dem die größte Alterskohorte in den Ruhestand tritt, die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sinkt, prophezeit dem Sozialsystem schwierige Zeiten. Statt immer weiter leistungslose Einkommen in die Höhe zu schrauben, braucht es eine Entlastung der Vollzeiteinkommen. Das mag im Wahlkampf unpopulär sein. Ohne Reformen werden wir unseren Wohlstand und Sozialstaat aber nicht halten können“, sagt Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
Über die letzten zehn Jahre ist Teilzeit immer beliebter geworden.
Immer weniger Arbeitsstunden müssen die Pensionen von immer mehr Menschen finanzieren.
Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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