Aktuell ringen die Koalitionsparteien um die Fixierung des Doppelbudgets für 2027/28. Nachdem die leicht erreichbaren Früchte bereits im letzten Budget geerntet wurden, wird es nun immer schwieriger, Kosten rauszunehmen.
Dabei sollte die Ausgangslage positiv stimmen: Das BIP lag Ende 2025 deutlich höher als ursprünglich angenommen, womit auch die Defizitquote leichter zu erreichen war. Doch statt großer Strukturreformen droht einmal mehr eine ganze Reihe „kleiner“ Steuererhöhungen. Damit läuft die Regierung Gefahr, ihren Nachfolgern genau das zu hinterlassen, worauf sie sich aktuell immer wieder ausredet: ein schweres Erbe. Denn ohne rasches Gegensteuern wird die aktuelle Regierung einen schwer zerrütteten Staatshaushalt hinterlassen, wie unsere Grafik zeigt, die auf der Langfristprognose des Finanzministeriums beruht.
Womit sich vor allem eines zeigt: Ausgabenprobleme lassen sich nicht mit höheren Einnahmen lösen. Getrieben werden die wachsenden Budget-Defizite von den demografischen Kosten (Pensionen, Pflege und Gesundheit). Auch die Zinsbelastung wird aufgrund der undisziplinierten Vergangenheit deutlich steigen. Weil Reformen ausbleiben, fehlt der Regierung das Geld für die Entlastung der Bürger, Investitionen in die Infrastruktur oder bessere Bildung. Ökonom Hanno Lorenz bringt es auf den Punkt: „Je länger die notwendigen Reformen hinausgezögert werden, desto größer wird die finanzielle Last für kommende Generationen.“
Würde Österreich so besteuern wie Dänemark, könnten einem durchschnittlichen Arbeitnehmer jeden Monat mehr als 500 Euro mehr am Konto bleiben.
Die Gesundheitsausgaben sind einer der großen Ausgabentreiber im österreichischen Staatshaushalt. Demografie, neue Entwicklungen, aber auch die hohe Nachfrage nach Gesundheitsleistungen im Land schrauben die Kosten immer höher.
Engagieren Sie sich am Arbeitsplatz? Wenn ja, dann gehören Sie zu einer ganz schön kleinen Minderheit.
Die Verschuldung in Österreich steigt und steigt. Vor einem Jahrzehnt lagen die Schulden noch bei rund 34.000 Euro pro Kopf, heute sind es österreichweit bereits deutlich über 45.000 Euro.
Im Auftrag des BMF wird alle drei Jahre eine Langfristprognose zum Budget erstellt. Ziel ist es, einen Ausblick über die zukünftigen Finanzen zu bekommen, sollte die Politik keine Reformen auf den Weg bringen.
Wenn beim Staat gespart werden soll, wird gern argumentiert, dass damit an der Zukunft gespart würde. Bildung, Gesundheit, Infrastruktur wären alles wichtige Finanzierungsaufgaben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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