die Bundesregierung hat vergangene Woche die Eckpunkte ihres Doppelbudgets 2027/2028 vorgestellt. Ursprünglich sollte ein Drittel der Budgetsanierung laut Regierung einnahmenseitig erfolgen, zwei Drittel ausgabenseitig.
Die Realität zeigt ein anderes Bild: Während bereits im Jahr 2025 rund zwei Drittel der Konsolidierung über die Einnahmenseite erfolgen sollen, setzt sich diese Praxis fort. Auch in den Jahren 2027 und 2028 wird zu fast zwei Dritteln über höhere Einnahmen „gegengesteuert“, während sich die Einsparungen beim Staat in engen Grenzen halten, wie unsere Auswertung zeigt.
Eine nachhaltige Budgetkonsolidierung sollte in erster Linie auf der Ausgabenseite ansetzen. Stattdessen bleibt der Staat seiner Linie treu: Neue oder höhere Abgaben sind das bevorzugte Instrument, zumindest zu Beginn. Das schwächt den Standort, belastet Arbeit und untergräbt die ohnehin fragile Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Ökonom Hanno Lorenz. So erfreulich die Lohnnebenkostensenkung für den Standort auch ist, verpufft die Wirkung, wenn der Staat den Bürgern dafür an anderer Stelle in die Taschen greift. „Eine klassische Entlastungsillusion. Eine Reformregierung, die Bürger und Unternehmen entlasten will, muss im Pensionssystem, bei Gesundheit, im Föderalismus oder bei ineffizienten Förderungen ansetzen“, so Lorenz.
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)
Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.
Schuldenquote, im ersten Quartal 2026
Österreichs Schuldenstand hat den EU-Schnitt überholt. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald zu den überdurchschnittlich hoch verschuldeten Euro-Ländern gehören.
Zahl der erstzugelassenen Studierenden an öffentlichen Universitäten in Österreich von 2003 bis 2025
In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.
Eine neue Auswertung zeigt, wie sich die Rechtfertigung für Industriepolitik in den USA, China und der EU seit 2009 verschoben hat – und die Richtung ist eindeutig.
Baubewilligungen für neue Wohnungen, bis 1. Quartal 2026
Private Haushalte bauen traditionell größer als gewerbliche oder gemeinnützige Bauträger. Logisch - der Häuslbauer baut eher ein ‘Häusl’ als eine einzelne Wohnung; eine ganze Wohnanlage wird wiederum wohl sehr selten von einer Privatperson gebaut.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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