Die Gesundheitsausgaben sind einer der großen Ausgabentreiber im österreichischen Staatshaushalt. Demografie, neue Entwicklungen, aber auch die hohe Nachfrage nach Gesundheitsleistungen im Land schrauben die Kosten immer höher.
So verzeichnete Österreich im Jahr 2023 die meisten Arztkontakte pro Kopf im europäischen Vergleich (aktuellere vergleichbare Daten liegen noch nicht vor). Mit dreizehn Kontakten jährlich liegt Österreich klar vor Ländern wie Slowakei und Deutschland, wie unsere Grafik zeigt.
Der Reformdruck ist unübersehbar. Die Gefahr besteht, dass uns ohne Gesundheitsreform, die ja im Zuge der Reformpartnerschaft zwischen Bund, Ländern und Gemeinden noch im Juni präsentiert werden soll, die Ausgaben in den kommenden Jahren überrollen. Patientensteuerung ist neben der Kompetenzentflechtung das Zauberwort für höhere Effizienz. Anleitung sollte sich Österreich bei den europäischen Nachbarn nehmen: Während Österreich und einige osteuropäische Staaten hohe Arztkontaktzahlen aufweisen, liegen nordische Länder wie Norwegen und Finnland am unteren Ende der Skala. Selbstbehalte reduzieren dort die Anzahl der Visiten. „Klar ist, dass das Gesundheitssystem nicht alle Wünsche finanzieren kann. Wer sich ohne medizinische Indikation jede Woche teuren Untersuchungen unterziehen möchte, der sollte hierfür auch die Kosten tragen“, sagt Ökonom Hanno Lorenz.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Österreich und Argentinien liegen bei der Staatsschuldenquote gleichauf.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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