Die Gesundheitsausgaben sind einer der großen Ausgabentreiber im österreichischen Staatshaushalt. Demografie, neue Entwicklungen, aber auch die hohe Nachfrage nach Gesundheitsleistungen im Land schrauben die Kosten immer höher.
So verzeichnete Österreich im Jahr 2023 die meisten Arztkontakte pro Kopf im europäischen Vergleich (aktuellere vergleichbare Daten liegen noch nicht vor). Mit dreizehn Kontakten jährlich liegt Österreich klar vor Ländern wie Slowakei und Deutschland, wie unsere Grafik zeigt.
Der Reformdruck ist unübersehbar. Die Gefahr besteht, dass uns ohne Gesundheitsreform, die ja im Zuge der Reformpartnerschaft zwischen Bund, Ländern und Gemeinden noch im Juni präsentiert werden soll, die Ausgaben in den kommenden Jahren überrollen. Patientensteuerung ist neben der Kompetenzentflechtung das Zauberwort für höhere Effizienz. Anleitung sollte sich Österreich bei den europäischen Nachbarn nehmen: Während Österreich und einige osteuropäische Staaten hohe Arztkontaktzahlen aufweisen, liegen nordische Länder wie Norwegen und Finnland am unteren Ende der Skala. Selbstbehalte reduzieren dort die Anzahl der Visiten. „Klar ist, dass das Gesundheitssystem nicht alle Wünsche finanzieren kann. Wer sich ohne medizinische Indikation jede Woche teuren Untersuchungen unterziehen möchte, der sollte hierfür auch die Kosten tragen“, sagt Ökonom Hanno Lorenz.
Engagieren Sie sich am Arbeitsplatz? Wenn ja, dann gehören Sie zu einer ganz schön kleinen Minderheit.
Die Verschuldung in Österreich steigt und steigt. Vor einem Jahrzehnt lagen die Schulden noch bei rund 34.000 Euro pro Kopf, heute sind es österreichweit bereits deutlich über 45.000 Euro.
Im Auftrag des BMF wird alle drei Jahre eine Langfristprognose zum Budget erstellt. Ziel ist es, einen Ausblick über die zukünftigen Finanzen zu bekommen, sollte die Politik keine Reformen auf den Weg bringen.
Wenn beim Staat gespart werden soll, wird gern argumentiert, dass damit an der Zukunft gespart würde. Bildung, Gesundheit, Infrastruktur wären alles wichtige Finanzierungsaufgaben.
Nicht nur die Höhe der Staatsausgaben ist bei der Konsolidierung entscheidend, sondern auch wofür das Geld verwendet wird.
Wer auch immer bei Gesundheit, Arbeitsmarkt oder Pensionen konsolidieren will, dem wird sofort das kaltherzige Kaputtsparen des Sozialstaats vorgeworfen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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