Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Um zehn Prozentpunkte sind sie seit 2020 stärker gestiegen; allein im Jahr 2023 lagen unsere Lohnabschlüsse um fast vier Prozentpunkte oberhalb der Eurozone, wie unsere Grafik zeigt. Die Prognose bis Ende 2026 ist allerdings bemerkenswert: Erstmals seit Jahren geht der Vorsprung wieder etwas zurück, wenn auch nur leicht. Ist das die Trendwende? Ist der Realitätssinn zurück in Österreich?
Wir tun gut daran, den aufgebauten Lohnvorsprung gegenüber unseren Konkurrenten schnell weiter abzubauen. Alternativ könnten wir natürlich in dem Umfang, in dem wir teurer geworden sind, produktiver werden. Davon sind wir aber weit entfernt. Die Entwicklung der Arbeitsproduktivität pro Stunde ist inzwischen zum Erliegen gekommen; pro Erwerbstätigen gerechnet steigt die Produktivität schon seit 20 Jahren nicht mehr. Ökonom Jan Kluge zeichnet ein düsteres Zukunftsszenario: „Wenn immer weniger Erwerbstätige immer weniger Stunden arbeiten und pro Stunde auch noch mehr verdienen wollen, obwohl sie gar nicht produktiver werden, dann wird der Letzte nur noch das Licht ausmachen können.“
Veränderung der Bundeseinnahmen sowie ausgewählter Ausgabenpositionen gegenüber 2025, in Milliarden
Über die nächsten Jahre sollen die Staatseinnahmen kräftig steigen. Klar, das Doppelbudget wird die Konsolidierung, anders als behauptet, ja auch vor allem auf der Einnahmenseite bemühen.
Steuermehrbelastung durch fehlende Drittel-Kompensation der kalten Progression, in Milliarden Euro
Die kalte Progression ist zurück. Seit sie 2023 teilweise abgeschafft wurde - die Agenda Austria hatte jahrelang darauf gepocht - werden zwei Drittel der versteckten Steuererhöhung automatisch abgegolten. Über das letzte Drittel verfügt die Politik, bisher wurde auch dieses über Anpassungen von Tarifstufen und Absetzbeträgen sowie andere steu
Prognose des Bruttofinanzierungsbedarfs im Jahr 2036, in Prozent des BIP
Die Warnsignale für Österreichs Staatsfinanzen verdichten sich.
Anzahl der erstzugelassenen Studenten im jeweiligen Studienjahr
An Österreichs öffentlichen Universitäten hat sich das Verhältnis gedreht: Seit dem Studienjahr 2021/22 werden mehr ausländische als österreichische Studierende erstzugelassen – und der Abstand wächst jedes Jahr.
Anzahl der Arztbesuche pro Kopf, Vergleich europäischer Länder, im Jahr 2023
Ist Österreich das kränkste Land Europas? Könnte man meinen, wenn man sich ansieht, wie oft hierzulande der Arzt aufgesucht wird - nämlich öfter als überall sonst in Europa.
Anteil des Staatskonsums an der Wirtschaftsleistung, in Prozent von 1995 bis 2027, in Östereich
Österreich stemmt sich gegen die Flaute. Seit Jahren versucht der Staat, die weggebrochenen privaten Investitionen durch öffentliche zu ersetzen (allerdings ohne Erfolg).
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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