Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Um zehn Prozentpunkte sind sie seit 2020 stärker gestiegen; allein im Jahr 2023 lagen unsere Lohnabschlüsse um fast vier Prozentpunkte oberhalb der Eurozone, wie unsere Grafik zeigt. Die Prognose bis Ende 2026 ist allerdings bemerkenswert: Erstmals seit Jahren geht der Vorsprung wieder etwas zurück, wenn auch nur leicht. Ist das die Trendwende? Ist der Realitätssinn zurück in Österreich?
Wir tun gut daran, den aufgebauten Lohnvorsprung gegenüber unseren Konkurrenten schnell weiter abzubauen. Alternativ könnten wir natürlich in dem Umfang, in dem wir teurer geworden sind, produktiver werden. Davon sind wir aber weit entfernt. Die Entwicklung der Arbeitsproduktivität pro Stunde ist inzwischen zum Erliegen gekommen; pro Erwerbstätigen gerechnet steigt die Produktivität schon seit 20 Jahren nicht mehr. Ökonom Jan Kluge zeichnet ein düsteres Zukunftsszenario: „Wenn immer weniger Erwerbstätige immer weniger Stunden arbeiten und pro Stunde auch noch mehr verdienen wollen, obwohl sie gar nicht produktiver werden, dann wird der Letzte nur noch das Licht ausmachen können.“
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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