Die Regierung wird diese Woche ihre Industriestrategie präsentieren. Nach allem, was im Vorfeld zu hören war, dürfte sie recht blumig ausfallen.
Viele gute Neujahresvorsätze, wenig echte Standortpolitik. Es bleibt abzuwarten, ob man der Versuchung erliegen wird, an den Industriestrompreisen herumzuschrauben. Schließlich zahlen Teile der österreichischen Industrie derzeit gut und gern dreimal so viel für Strom wie ihre US-amerikanischen Konkurrenten, wie unsere Auswertung zeigt.
Die Regierung hat bereits mit dem Industriestrom-Bonus und den Rückerstattungen aus dem Standortabsicherungsgesetz das Scheckheft weit aufgemacht. Aber was ist langfristig der Plan? „Es qualifiziert sich wohl kaum als Strategie, Industriestrom auf ewig subventionieren zu wollen“, meint Ökonom Jan Kluge. „Das können wir uns schlicht und ergreifend nicht leisten“. Wenn die öffentliche Hand für Erleichterung sorgen möchte, muss sie im Energiebereich endlich für mehr Wettbewerb sorgen, die Grundsätze der Netzfinanzierung reformieren und auf die vielen großen und kleinen Steuern und Abgaben verzichten, mit denen sie ohnehin schon teure Energie noch zusätzlich verteuert.
Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen