Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Österreich weist die dritthöchste Einnahmenquote in der EU auf und verzeichnet dennoch ein milliardenschweres Defizit. Entscheidend ist daher die Reduktion der Staatsausgaben. Welche Bereiche besonders stark zum Ausgabenanstieg beitragen, zeigt unsere Grafik. Der zentrale Kostentreiber ist die demografische Entwicklung.
In Summe lagen die Staatsausgaben im Jahr 2025 um 6,1 Prozentpunkte des BIPs höher als noch 2019. Gemessen an der Wirtschaftsleistung gibt der Staat also um über 30 Milliarden Euro mehr aus als vor sieben Jahren. Mehr als die Hälfte des Anstiegs der Staatsausgabenquote entfällt auf die Bereiche Gesundheit und Pensionen; das entspricht rund 18,4 Milliarden Euro an zusätzlichen Ausgaben. „Echte Reformen fehlen, die Regierung dreht wieder nur an kleinen Schrauben. In erster Linie bezahlen die Steuerzahler die Budgetkonsolidierung über neue Steuern“, sagt Ökonom Dénes Kucsera.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Realer Preisanstieg für selbstgenutztes Wohneigentum, in Prozent, 2010 bis 2025.
Seit 2010 ist selbstgenutzter Wohnraum durchschnittlich um 21,3 Prozent (real) im Wert gestiegen.
Schätzung, in Euro, pro Wahlberechtigten
Österreich leistet sich im europäischen Vergleich die mit Abstand teuerste Parteienförderung.
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)
Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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