Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Österreich weist die dritthöchste Einnahmenquote in der EU auf und verzeichnet dennoch ein milliardenschweres Defizit. Entscheidend ist daher die Reduktion der Staatsausgaben. Welche Bereiche besonders stark zum Ausgabenanstieg beitragen, zeigt unsere Grafik. Der zentrale Kostentreiber ist die demografische Entwicklung.
In Summe lagen die Staatsausgaben im Jahr 2025 um 6,1 Prozentpunkte des BIPs höher als noch 2019. Gemessen an der Wirtschaftsleistung gibt der Staat also um über 30 Milliarden Euro mehr aus als vor sieben Jahren. Mehr als die Hälfte des Anstiegs der Staatsausgabenquote entfällt auf die Bereiche Gesundheit und Pensionen; das entspricht rund 18,4 Milliarden Euro an zusätzlichen Ausgaben. „Echte Reformen fehlen, die Regierung dreht wieder nur an kleinen Schrauben. In erster Linie bezahlen die Steuerzahler die Budgetkonsolidierung über neue Steuern“, sagt Ökonom Dénes Kucsera.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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