Argentinien spart, Österreich tut nur so.
Das argentinische Sparpaket, das Javier Milei unmittelbar nach seinem Amtsantritt in Gang gesetzt hat, hat die Staatsausgaben um fast sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinken lassen; die Einnahmenquote blieb fast gleich. Mit einem Schlag war der Haushalt ausgeglichen. Und in Österreich? Auch wir hatten ein Sparpaket. Gerade neu im Amt, verkündete die Dreierkoalition 2025 ihre Konsolidierungsschritte. Zu sehen ist davon aber wenig. Die Ausgabenquote blieb fast identisch. Auch das derzeit geplante Doppelbudget sieht nur Einsparungen von gerade einmal einem halben Prozentpunkt vor. Als Sparen kann man das alles kaum bezeichnen. Dass das österreichische Haushaltsdefizit überhaupt etwas zurückgegangen ist, lag an den sprudelnden Einnahmen und an der BIP-Entwicklung, die immerhin etwas besser ausfiel als befürchtet.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Österreich und Argentinien liegen bei der Staatsschuldenquote gleichauf.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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