Argentinien spart, Österreich tut nur so.
Das argentinische Sparpaket, das Javier Milei unmittelbar nach seinem Amtsantritt in Gang gesetzt hat, hat die Staatsausgaben um fast sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinken lassen; die Einnahmenquote blieb fast gleich. Mit einem Schlag war der Haushalt ausgeglichen. Und in Österreich? Auch wir hatten ein Sparpaket. Gerade neu im Amt, verkündete die Dreierkoalition 2025 ihre Konsolidierungsschritte. Zu sehen ist davon aber wenig. Die Ausgabenquote blieb fast identisch. Auch das derzeit geplante Doppelbudget sieht nur Einsparungen von gerade einmal einem halben Prozentpunkt vor. Als Sparen kann man das alles kaum bezeichnen. Dass das österreichische Haushaltsdefizit überhaupt etwas zurückgegangen ist, lag an den sprudelnden Einnahmen und an der BIP-Entwicklung, die immerhin etwas besser ausfiel als befürchtet.
Es gibt immer weniger Lehrlinge, aber der Rückgang ist nicht einheitlich. Seit 2010 hat sich die Zahl der Lehrlinge in Betrieben mit maximal neun Mitarbeitern halbiert, während die Großbetriebe heute sogar mehr ausbilden als damals.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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