Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Laut einer Auswertung von uns auf Basis von Daten der EU-Kommission wird die Wirtschaftsleistung pro Kopf erst im Jahr 2027 wieder auf dem Niveau von 2019 liegen.
Besonders starkes Wachstum verzeichnen in diesem Zeitraum Irland (+33,5 Prozent), Kroatien (+29,3 Prozent) und Polen (+24,4 Prozent), aber auch zahlreiche süd- und westeuropäische Länder, darunter etwa Dänemark (+12,4 Prozent) und Schweden (+6,8 Prozent). Österreich hingegen ist seit Jahren von schwachem Wachstum, hoher Inflation und steigenden Staatsausgaben geprägt. „Österreich tritt wirtschaftlich seit Jahren auf der Stelle. Dass wir 2027 wieder dort landen, wo wir 2019 gestartet sind, ist ein klares Warnsignal dafür, dass sich die Regierungen seit Jahren vor Reformen drücken. Das kostet Wohlstand“, sagt Ökonom Dénes Kucsera.
Ein Blick nach Argentinien wäre lohnenswert: Federico Sturzenegger, Argentiniens Minister für Deregulierung und Staatsreform, war am 20. Mai 2026 zu Gast bei der Agenda Austria in Wien. In seinem Vortrag schildert er, wie ein siebenköpfiges Team ohne Budget das gesamte argentinische Rechtssystem durchforstete. Den ganzen Vortrag mit anschließender Fragerunde kann man hier anschauen.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Österreich und Argentinien liegen bei der Staatsschuldenquote gleichauf.
Seit 2023 wurden über 15.000 Artikel des argentinischen Rechts geändert oder gestrichen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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