Der Eingangssteuersatz der Lohn- und Einkommensteuer wird rückwirkend mit 1. Jänner 2020 von 25 auf 20 Prozent gesenkt. Das hat der Nationalrat in seiner letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause beschlossen. Trotz dieser Senkung bleibt es dabei, dass die Belastung des Faktors Arbeit nur in wenigen OECD-Ländern höher ist als in Österreich.
Die Agenda Austria hat unter Berücksichtigung der beschlossenen Senkung der ersten Tarifstufe die Lohndifferenz eines durchschnittlichen österreichischen Vollzeitbeschäftigten (mit rund 3.500 Euro Monatsbruttogehalt) berechnet. Unter der Annahme, dass seine Arbeitsleistung so belastet wäre wie beispielsweise jene eines Iren, könnte er sich über 730 Euro netto mehr freuen – pro Monat. Käme das deutsche Steuersystem bei uns zur Anwendung, hätte ein österreichischer Durchschnittsverdiener monatlich circa 100 Euro weniger am Konto.
Selbst in traditionellen Wohlfahrtsstaaten wie Schweden oder Dänemark ist die Abgabenbelastung auf Arbeit spürbar geringer. So hätte der österreichische Durchschnittsverdiener im schwedischen System über 240 Euro und im dänischen sogar mehr als 615 Euro mehr pro Monat zur Verfügung. Eine dänische Familie mit zwei Kindern bekäme sogar 875 Euro pro Monat mehr als eine österreichische.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
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Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
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Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024
Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
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Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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