Ganz Europa leidet unter einem Arbeitskräftemangel. So auch Österreich. Da klingt es zunächst einmal positiv, dass die Beschäftigung seit 2019 um 1,7 Prozent gestiegen ist. Dieser Beschäftigungszuwachs ist allerdings besonders stark von Teilzeitstellen getrieben, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
So haben neue Teilzeitarbeitsverhältnisse bei Frauen 1,5 Prozentpunkte zu diesem Anstieg beigetragen und die Teilzeitbeschäftigung bei Männern 0,7 Prozentpunkte. Der Rückgang der Vollzeitbeschäftigung bei Frauen senkte das Beschäftigungsausmaß jedoch um 0,5 Prozentpunkte. Im EU-Schnitt ist der exakt gegenteilige Trend zu beobachten. Die Teilzeitbeschäftigung sinkt, die Vollzeitstellen steigen. Ein gutes Beispiel dafür ist Frankreich, wo der Aufbau neuer Vollzeitjobs die Beschäftigung um 3,9 Prozentpunkte gesteigert hat. Auch in Schweden war die Teilzeitbeschäftigung rückläufig und neue Vollzeitarbeitsplätze wurden geschaffen. „Die Wirtschaft ächzt derzeit unter einem Arbeitskräftemangel. Vollzeitarbeitsstellen muss der Staat durch eine Abgabensenkung wieder attraktiveren“, mahnt Agenda Austria-Ökonom Marcell Göttert.
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)
Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.
in Jahren, im Jahr 2025
Im Schnitt arbeiten Österreicherinnen und Österreicher 39,1 Jahre ihres Lebens.
in Tauden Bezugspersonen, Jahresdurchschnitt 2024
149.200 Menschen haben in Wien 2024 im Schnitt Mindestsicherung bezogen. Ein gutes soziales Netz kann sich Österreich leisten – und sollte es auch. Aber ein Sozialsystem, das auszahlt, ohne dass genug Beschäftigte einzahlen, ist kein starkes, sondern ein teures System. Der Blick auf die Herkunft zeigt vor allem eines: 86.700 Bezieher kommen aus
Durchschnittlich geleistete Arbeitsstunden je Angestellten, in Stunden pro Jahr.
Nach einem jahrzehntelangen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeit ist sie 2025 wieder auf 1.374 Stunden pro Jahr geklettert - von einem (durch Corona verstärkten) Tief von 1.320 Stunden im Jahr 2020.
Würde Österreich so besteuern wie Dänemark, könnten einem durchschnittlichen Arbeitnehmer jeden Monat mehr als 500 Euro mehr am Konto bleiben.
Engagieren Sie sich am Arbeitsplatz? Wenn ja, dann gehören Sie zu einer ganz schön kleinen Minderheit.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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