149.200 Menschen haben in Wien 2024 im Schnitt Mindestsicherung bezogen. Ein gutes soziales Netz kann sich Österreich leisten – und sollte es auch. Aber ein Sozialsystem, das auszahlt, ohne dass genug Beschäftigte einzahlen, ist kein starkes, sondern ein teures System. Der Blick auf die Herkunft zeigt vor allem eines: 86.700 Bezieher kommen aus Drittstaaten, viele davon mit wenig Deutschkenntnissen, ohne anerkannte Qualifikation oder mit Betreuungspflichten, die eine rasche Arbeitsaufnahme erschweren. Die Antwort auf diese Probleme muss sein, sie schneller in Beschäftigung zu bringen. Das heißt: Sprachkurse, die auch eine schnelle Integration am Arbeitsmarkt ermöglichen, Qualifikationen, die anerkannt und wo nötig nachgeholt werden, und ein System, das Arbeit lohnender macht als Leistungsbezug. Genauso gehört aber auch dazu, dass Mitwirkung keine Option ist, sondern eine Pflicht – wer arbeitsfähig ist, muss sich um Arbeit bemühen, sonst verliert das System langfristig jene Akzeptanz, die es braucht, um sich ein gutes soziales Netz überhaupt leisten zu können.
Quellen: https://www.statistik.at/
Methodik: Durchschnittliche Anzahl an Personen nach offiziellen Staatsangehörigkeitsgruppen in der Mindestsicherung im Jahr 2024.
Die Grafik zeigt die Bezieher der Mindestsicherung in Wien im Jahresdurchschnitt 2024, aufgeschlüsselt nach Staatsangehörigkeit, in Tausend Bezugspersonen. Von insgesamt 149,2 Tausend Personen entfielen 86,7 Tausend auf Drittstaatenangehörige, 49,8 Tausend auf österreichische Staatsbürger, 5,5 Tausend auf Angehörige von Bulgarien, Kroatien und Rumänien (EU-3), 3,4 Tausend auf EU-10-Staaten, 2,1 Tausend auf Staatenlose bzw. Personen mit unbekannter Staatsangehörigkeit sowie jeweils ein kleiner Anteil auf EU-13-Staaten und sonstige EWR-Staaten inklusive Schweiz.
Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Anteil der Wiener Volksschüler, im Schuljahr 2024/25, in Prozent
In immer mehr Wiener Volksschulen ist Deutsch die Sprache einer Minderheit.
Entwicklung von Bruttolöhnen und Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde von 2015-2026, in Österreich
Österreichs Löhne sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Produktivität. Seit 2015 haben sich die Bruttolöhne je geleisteter Arbeitsstunde um knapp 50 Prozent erhöht, wie unsere Grafik zeigt.
Durchschnittliche Anzahl der Einwohner pro Bezugsperson von Mindestsicherung oder Sozialhilfe, im Jahr 2024
Österreichweit beziehen mehr als 200.000 Menschen Mindestsicherung. Wenig überraschend: In Wien ist die Dichte mit Abstand am höchsten.
Es ist absolut richtig, dass Familien mit wenig Einkommen Unterstützung brauchen. Niemand stellt infrage, dass der Sozialstaat denen helfen soll, die es schwer haben. Doch unsere neue Grafik zeigt ein Problem, das immer offensichtlicher wird.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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