Nach einem jahrzehntelangen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeit ist sie 2025 wieder auf 1.374 Stunden pro Jahr geklettert - von einem (durch Corona verstärkten) Tief von 1.320 Stunden im Jahr 2020.
Das könnte ein gutes Zeichen sein. Österreichs Wirtschaft klagt seit Jahren über mangelnde Arbeitskräfte; auch das Wachstum wieder anzuwerfen wird mehr Anstrengung brauchen, als wir die letzten Jahre gewohnt waren.
Einen Effekt darf man dabei allerdings nicht übersehen: Der starke Fall seit 1995 kommt unter anderem dadurch zustande, dass viele Frauen überhaupt erstmals in den Arbeitsmarkt eingetreten sind, aber nicht Vollzeit arbeiten. Da die Erwerbsquote von Frauen inzwischen bei mehr als 70 Prozent liegt, schlägt dieser Effekt nicht mehr so stark zu Buche.
Jetzt geht es darum, den vielen Teilzeitkräften die Vollzeitarbeit schmackhafter zu machen, indem die steuerliche Privilegierung der Teilzeit endet. Unser Vorschlag: Eine Flat Tax von 16 Prozent, durch die es für den Netto-Stundenlohn keinen Unterschied mehr macht, wie viele Stunden man arbeitet.
Datengrundlage ist die OECD-Statistik zu den durchschnittlich tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden pro Jahr („average annual hours actually worked”). Dargestellt sind die Werte für Österreich je unselbständig Beschäftigten im Zeitraum 1995 bis 2025. Die Kennzahl umfasst alle tatsächlich geleisteten Stunden inklusive Überstunden; Urlaube, Feiertage und Krankenstände sind nicht enthalten.
Die Grafik zeigt die Entwicklung der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro Jahr in Österreich von 1995 bis 2025 als Liniendiagramm. Ausgehend von 1.543 Stunden im Jahr 1995 erreicht die Arbeitszeit 1997 mit 1.566 Stunden ihren Höchstwert und sinkt danach über drei Jahrzehnte nahezu kontinuierlich ab: auf 1.531 Stunden im Jahr 2004, 1.468 Stunden im Jahr 2009 und 1.419 Stunden im Jahr 2015. Im Jahr 2020 fällt der Wert auf das Tief von 1.320 Stunden. Anschließend steigt die durchschnittliche Arbeitszeit wieder an und liegt 2025 bei 1.374 Stunden pro Jahr.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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