Wien ist anders. Aber ohne Wien wäre Österreich gar nicht so anders als jetzt. Zumindest wirtschaftlich gesehen. Denn in einer fiktiven Welt, in der die Hauptstädte samt ihrer Bewohner und der dort stattfindenden Wertschöpfung verschwinden, wären andere Länder viel schlimmer getroffen als Österreich. Das zeigt eine aktuelle Berechnung der Agenda Austria. Ohne Wien würden in Österreich rund sechs Millionen Menschen leben, deren Wirtschaftsleistung pro Kopf nur geringfügig fallen würde.
„Das liegt daran, dass viele andere Regionen in Österreich wirtschaftlich ebenfalls gut entwickelt sind. Wien selbst ist sehr heterogen. Einerseits gibt es viel Wertschöpfung durch Headquarters großer Firmen. Aber andererseits auch eine hohe Arbeitslosigkeit“, so Agenda-Ökonom Hanno Lorenz. Andere Länder, etwa die baltischen, sind viel stärker von ihrer Hauptstadt abhängig. Gewinner in dieser Fantasiewelt wäre Deutschland. Denn Berlin ist die einzige Hauptstadt in Europa, die die Wirtschaftsleistung pro Kopf senkt anstatt sie zu steigern.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024
Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent
Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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