Wien ist anders. Aber ohne Wien wäre Österreich gar nicht so anders als jetzt. Zumindest wirtschaftlich gesehen. Denn in einer fiktiven Welt, in der die Hauptstädte samt ihrer Bewohner und der dort stattfindenden Wertschöpfung verschwinden, wären andere Länder viel schlimmer getroffen als Österreich. Das zeigt eine aktuelle Berechnung der Agenda Austria. Ohne Wien würden in Österreich rund sechs Millionen Menschen leben, deren Wirtschaftsleistung pro Kopf nur geringfügig fallen würde.
„Das liegt daran, dass viele andere Regionen in Österreich wirtschaftlich ebenfalls gut entwickelt sind. Wien selbst ist sehr heterogen. Einerseits gibt es viel Wertschöpfung durch Headquarters großer Firmen. Aber andererseits auch eine hohe Arbeitslosigkeit“, so Agenda-Ökonom Hanno Lorenz. Andere Länder, etwa die baltischen, sind viel stärker von ihrer Hauptstadt abhängig. Gewinner in dieser Fantasiewelt wäre Deutschland. Denn Berlin ist die einzige Hauptstadt in Europa, die die Wirtschaftsleistung pro Kopf senkt anstatt sie zu steigern.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Für den Staat zu arbeiten, lohnt sich. Während die Beamten mit über 82.000 Euro brutto im Jahr weiterhin den höchsten Durchschnittslohn beziehen, legten die Vertragsbediensteten seit 2007 am stärksten zu (fast 89 Prozent).
Vergangene Woche wurde publik, dass Österreichs Defizit nicht wie angenommen bei 4,5 Prozent, sondern bei 4,9 Prozent gemessen an der Wirtschaftsleistung (BIP) liegen soll.
Vor wenigen Tagen ließ ifo-Chef Clemens Fuest mit der Warnung aufhorchen, dass sich der deutsche Staat immer weiter aufblähe, während die privaten Investitionen zurückfielen. Eine Diagnose, die auch für Österreich zutrifft.
Nach heftiger Kritik an der 4,2-Prozent-Gehaltserhöhung für Kammermitarbeiter ruderte die Kammerführung zurück: Die Erhöhung bleibt, aber sie kommt um sechs Monate später.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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