Vor ein paar Tagen haben viele Haushalte in Österreich unangenehme Post von ihren Quartiergebern bekommen: Per 1. April werden die Mieten erhöht. Die allermeisten Mieten dürfen seit diesem Jahr nur noch zu diesem Zeitpunkt angehoben werden.
Die Schmerzen sind allerdings sehr ungleich verteilt. Wer sich nämlich schon vor vielen Jahren einen günstigen Mietvertrag sichern konnte, wird über ein paar Euro mehr nur müde lächeln. Der Mietadel, der seit mehr als 20 Jahren an derselben Adresse residiert, zahlt im Schnitt etwas über sieben Euro pro Quadratmeter – das Mietvolk mit druckfrischen Verträgen zahlt durchschnittlich über zwölf Euro, wie unsere Grafik zeigt.
„Mehr als ein Jahrhundert Mietpreisregulierung hat aus dem österreichischen Wohnungsmarkt ein Casino gemacht,“ moniert Ökonom Jan Kluge. „Es gibt sehr günstige und sehr teure Wohnungen, doch wer darin wohnt, ist weitgehend Zufall. Das ist nicht nur unfair, sondern hat ökonomische Konsequenzen: Leerstand, die Hortung von Wohnraum und die geringe Arbeitsmarktmobilität sind direkte Folgen der günstigen Uraltmietverträge.“ Selbst ein Umzug in eine kleinere Wohnung ist für viele gar nicht leistbar. Das gibt es in keinem anderen Markt. Niemand muss einen Ferrari fahren, weil er sich keinen Fiat leisten kann.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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