Hätten wir doch nur die Energiewende stärker vorangetrieben! So oder so ähnlich schallt es im Zuge der abermaligen Energiekrise aus aller Munde.
In der festen Überzeugung, dann nicht mehr auf fossile Energieträger zurückgreifen zu müssen, die uns den konjunkturellen Aufschwung versauen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Tatsächlich wurden die Kapazitäten, insbesondere die erneuerbaren, in der EU stark ausgebaut. Die paradoxe Entwicklung dabei ist nur, dass die Produktion nicht Schritt hält. Während sich die installierte Gesamtkapazität seit 2000 fast verdoppelt hat, verharrt die Erzeugung weitgehend auf der Stelle, wie unsere Grafik zeigt.
Der Grund liegt im System selbst. Erneuerbare Energien haben einen geringeren und vor allem stärker schwankenden Wirkungsgrad als fossile Kraftwerke. Die Sonne scheint nicht immer, der Wind weht nicht konstant. Mit dem Ausbau dieser Technologien steigt zwar die maximal mögliche Kapazität, nicht aber die verlässlich erzeugte Energie. „Der Ausbau erneuerbarer Energien könnte die Abhängigkeit von fossilen nur dann erfolgreich verringern, wenn effiziente und ausreichende Speichermöglichkeiten vorhanden wären“, sagt Ökonomin Carmen Treml. In Europa lag der ideologisch motivierte Fokus darauf, Kernkraftwerke mit hoher und stabiler Auslastung abzuschalten, bevor man sich von Öl und Gas unabhängig machen wollte. Den Ausbau der Erneuerbaren voranzutreiben ist wichtig, aber „um international nicht endgültig abgehängt zu werden, braucht es einen strategischen Übergang: Ohne verlässliche Back-Up-Technologien wie Gaskraftwerke und einem durchdachten Netzausbau bedeuten die starren Ausbaupfade für Erneuerbare mehr Bürokratie statt Planungssicherheit“, so Treml.
Durchschnittlich geleistete Arbeitsstunden je Angestellten, in Stunden pro Jahr.
Nach einem jahrzehntelangen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeit ist sie 2025 wieder auf 1.374 Stunden pro Jahr geklettert - von einem (durch Corona verstärkten) Tief von 1.320 Stunden im Jahr 2020.
Neu geschaffene Wohnnutzfläche für private Wohnzwecke, in Qudratmeter in Österreich
Um die Wohnungsnot zu lindern, muss gebaut werden. Unsere Grafik zeigt: auf die öffentliche Hand ist dabei kein Verlass. Es sind vielmehr die privaten Häuslbauer, die den meisten Wohnraum in Österreich schaffen.
Zahl der Unternehmen unter den Top-100 (nach Marktkapitalisierung zum jeweiligen Jahresende) zwischen 2008 und 2026 in den USA, Europa und Asien-Pazifik
Europa verliert im globalen Wettbewerb um die größten Unternehmen zunehmend an Boden. Während die Zahl nordamerikanischer und asiatischer Konzerne unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt steigt, ist Europas Anteil seit Jahren rückläufig.
Durchschnittliche Anzahl der Einwohner pro Bezugsperson von Mindestsicherung oder Sozialhilfe, im Jahr 2024
Österreichweit beziehen mehr als 200.000 Menschen Mindestsicherung. Wenig überraschend: In Wien ist die Dichte mit Abstand am höchsten.
Veränderung der Bundeseinnahmen sowie ausgewählter Ausgabenpositionen gegenüber 2025, in Milliarden
Über die nächsten Jahre sollen die Staatseinnahmen kräftig steigen. Klar, das Doppelbudget wird die Konsolidierung, anders als behauptet, ja auch vor allem auf der Einnahmenseite bemühen.
Steuermehrbelastung durch fehlende Drittel-Kompensation der kalten Progression, in Milliarden Euro
Die kalte Progression ist zurück. Seit sie 2023 teilweise abgeschafft wurde - die Agenda Austria hatte jahrelang darauf gepocht - werden zwei Drittel der versteckten Steuererhöhung automatisch abgegolten. Über das letzte Drittel verfügt die Politik, bisher wurde auch dieses über Anpassungen von Tarifstufen und Absetzbeträgen sowie andere steu
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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