Hätten wir doch nur die Energiewende stärker vorangetrieben! So oder so ähnlich schallt es im Zuge der abermaligen Energiekrise aus aller Munde.
In der festen Überzeugung, dann nicht mehr auf fossile Energieträger zurückgreifen zu müssen, die uns den konjunkturellen Aufschwung versauen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Tatsächlich wurden die Kapazitäten, insbesondere die erneuerbaren, in der EU stark ausgebaut. Die paradoxe Entwicklung dabei ist nur, dass die Produktion nicht Schritt hält. Während sich die installierte Gesamtkapazität seit 2000 fast verdoppelt hat, verharrt die Erzeugung weitgehend auf der Stelle, wie unsere Grafik zeigt.
Der Grund liegt im System selbst. Erneuerbare Energien haben einen geringeren und vor allem stärker schwankenden Wirkungsgrad als fossile Kraftwerke. Die Sonne scheint nicht immer, der Wind weht nicht konstant. Mit dem Ausbau dieser Technologien steigt zwar die maximal mögliche Kapazität, nicht aber die verlässlich erzeugte Energie. „Der Ausbau erneuerbarer Energien könnte die Abhängigkeit von fossilen nur dann erfolgreich verringern, wenn effiziente und ausreichende Speichermöglichkeiten vorhanden wären“, sagt Ökonomin Carmen Treml. In Europa lag der ideologisch motivierte Fokus darauf, Kernkraftwerke mit hoher und stabiler Auslastung abzuschalten, bevor man sich von Öl und Gas unabhängig machen wollte. Den Ausbau der Erneuerbaren voranzutreiben ist wichtig, aber „um international nicht endgültig abgehängt zu werden, braucht es einen strategischen Übergang: Ohne verlässliche Back-Up-Technologien wie Gaskraftwerke und einem durchdachten Netzausbau bedeuten die starren Ausbaupfade für Erneuerbare mehr Bürokratie statt Planungssicherheit“, so Treml.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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