Österreich ist ein Hochsteuerland. Die Debatte um die Senkung der Lohnnebenkosten wurde nach einem kurzen politischen Aufschrei sofort wieder abgewürgt. Doch auch ohne Kürzung von Sozialleistungen ist eine Senkung der Lohnnebenkosten machbar. So zeigt eine Agenda Austria-Berechnung, dass Arbeit nur in wenigen Ländern stärker belastet ist.
„Für unsere Standortattraktivität ist das natürlich ein fatales Signal, das Problem der zu hohen Arbeitskosten wird in Zukunft eher zu- als abnehmen“, warnt Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz. Die Arbeitskosten sind fast nirgendwo höher als hierzulande und steigen schneller als in anderen vergleichbaren Ländern. So zahlt ein heimischer Durchschnittsverdiener mit einem Bruttogehalt von knapp 68.000 Euro mehr als 32.000 Euro Abgaben an den Staat, netto bleiben ihm nur 36.000 Euro. Auch ohne den Sozialstaat auf Diät zu setzen, verfügen beispielsweise die Dänen oder die Schweden über einen nicht minder guten Wohlfahrtsstaat als die Österreicher. Den Dänen bleibt dabei ein deutlich höheres Netto bei ähnlichen Kosten und den Schweden deutlich weniger Kosten bei einem ähnlichen Netto. „Eine Senkung der Arbeitskosten wäre der Regierung dringend zu empfehlen. Angesichts der weiterhin starken Preissteigerungen und den vollzogenen Lohnerhöhungen könnte die Regierung mit einer Senkung der Abgaben auf Arbeit zudem den Anstieg der Arbeitskosten reduzieren und die Attraktivität des Standorts erhöhen“, so Lorenz.
in Jahren, im Jahr 2025
Im Schnitt arbeiten Österreicherinnen und Österreicher 39,1 Jahre ihres Lebens.
Zahl der erstzugelassenen Studierenden an öffentlichen Universitäten in Österreich von 2003 bis 2025
In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.
Durchschnittlich geleistete Arbeitsstunden je Angestellten, in Stunden pro Jahr.
Nach einem jahrzehntelangen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeit ist sie 2025 wieder auf 1.374 Stunden pro Jahr geklettert - von einem (durch Corona verstärkten) Tief von 1.320 Stunden im Jahr 2020.
Durchschnittliche Anzahl der Einwohner pro Bezugsperson von Mindestsicherung oder Sozialhilfe, im Jahr 2024
Österreichweit beziehen mehr als 200.000 Menschen Mindestsicherung. Wenig überraschend: In Wien ist die Dichte mit Abstand am höchsten.
Prognose des Bruttofinanzierungsbedarfs im Jahr 2036, in Prozent des BIP
Die Warnsignale für Österreichs Staatsfinanzen verdichten sich.
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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