Foto: © Markus Rössle, Kurier / F. Gruber
„Dass Wiener Wohnen international Werbung für das Konzept an sich macht, ist vollkommen absurd" – Jan Kluge über den Mythos vom Roten Wien, an dem sich die Berliner Linke orientiert
Diese Woche spricht unser Ökonom Jan Kluge mit Sandra Keplinger über den Wahlausgang in Berlin, bei der die Linke ihr Ergebnis verdoppelt hat und die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung macht.
Was unterscheidet eine Vergesellschaftung von einer Enteignung? Wie soll eine Stadt, die 2004 rund 65.000 kommunale Wohnungen verkauft hat, weil sie ihre Schulden nicht mehr tragen konnte, heute zweistellige Milliardenbeträge für die Rückholung aufbringen? Und was geschieht mit den Banken, wenn den Wohnungsgesellschaften der Bestand genommen wird, die Kredite darauf aber weiterlaufen?
Die Berliner Linke beruft sich dabei ausdrücklich auf Wien. Das kommunale Wohnprogramm orientiere sich an der „glorreichen Zeit des Roten Wien”. Dass Wiens Wohnpolitik auf Berlin schlicht nicht umlegbar ist, untersuchte ein deutsches Forschungsinstitut bereits im Jahr 2020 – was dem linken Populismus natürlich egal sein kann. Außerdem widmen wir uns der Frage, wie eine Wohnungspolitik die Knappheit beenden soll, in der keine einzige neue Wohnung entsteht.
01:34 – Wohnungsmarkt Berlin: Wie aus der billigen Stadt eine Stadt ohne Leerstand wurde
03:51 – Wohnungsabverkauf 2004: Welche Fehler gemacht wurden und wer sie zu verantworten hat
08:43 – Vergesellschaftung oder Enteignung: Was das Grundgesetz trennt und was bis heute offen ist
15:48 – Angebot und Nachfrage: Was der Vergleich mit Dresden über die Berliner Krise verrät
17:49 – Baugenehmigungen im Rückgang: Warum in Berlin seit Jahren weniger gebaut wird
19:30 – Insider und Outsider: Wurden die Berliner Wähler getäuscht?
22:05 – Rotes Wien als Vorbild: Was Berlin an der Wiener Wohnungspolitik übersieht
29:25 – Mamdani, London, Berlin: Wie weit die Vorhaben der Metropolen auseinanderliegen
32:57 – Bankenkrise als Risiko: Was eine Vergesellschaftung mit den Banken machen würde
Die Enteignungsdebatte könnte auch in Österreich ankommen. Das Weekly abonnieren heißt, die Gegenargumente vorher zu haben.
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Make Austria think again. Der Podcast für alle, die wissen, dass der Staat nicht jedes Problem lösen kann. Jeden Freitag eine neue Folge, überall wo es Podcasts gibt.
„So ein digitaler Ausweiszwang, dass sich der Staat regulierend vor unseren Zugang zum offenen Internet stellt, das kennen wir eigentlich nur aus China und Russland" – Thomas Lohninger über die Nebenwirkungen des Social-Media-Verbots für Unter-14-Jährige
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
„Ich würde diese Eingriffe als Frankenstein-Medizin bezeichnen. Sie sind zum Teil experimentell, irreversibel und Minderjährige können die Folgen davon nicht abschätzen." – Faika El-Nagashi
70 Prozent der Wiener Schüler sprechen im Alltag kein Deutsch. Das spiegelt sich nicht nur in den Pisa-Tests wider, sondern auch in den Wahlergebnissen.
„Ich bin lieber ein Anarchist als ein Wurmfortsatz kaputter Eliten" – Ulf Poschardt
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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