Die Nahrungsmittelpreise stiegen in Österreich zuletzt um acht, jene der gezahlten Mieten um knapp neun Prozent. Warum also nicht einfach Preise per Verfassung steuern, wie die SPÖ vorschlägt?
Die Nahrungsmittelpreise stiegen in Österreich zuletzt um acht, jene der Mieten um knapp neun Prozent. Warum also nicht Preise per Verfassung steuern, wie die SPÖ vorschlägt? Die Versuchung einfacher Lösungsvorschläge ist groß. Doch haben steigende Preise auf einem funktionierenden Markt eine wichtige Signalwirkung. Sie spiegeln Knappheiten wider, die wiederum neue Anbieter motivieren, ihre Leistungen und Produkte anzubieten. So konnten wir unseren Wohlstand stetig steigern. Greift die Politik in diesen Mechanismus ein, verschleiert sie nur die Symptome, behebt aber nicht die Ursachen. Gerade beim Wohnen hat sich die Politik schon häufig die Finger verbrannt. Bestes Beispiel dafür ist Berlin. Die Preisgrenze bei Mieten führte dort dazu, dass weniger Wohnungen angeboten werden. Aus Knappheit wird Mangel. Reguliert man die Preise, rückt ein leistbares Leben erst recht in weite Ferne.
Stattdessen könnte der Staat mehr Bauflächen ausweisen, damit Wohnraum entsteht und der Preisdruck abnimmt. Er könnte Bauvorschriften und Planungsverfahren vereinfachen oder die Steuerbelastung senken, damit sich Bürger mehr leisten können. Die Treffsicherheit beim sozialen Wohnen verbessern, damit jene günstigen Wohnraum finden, die ihn brauchen. Er könnte Geringverdiener bei den Wohnkosten stärker stützen oder die Steuern auf den Eigentumserwerb senken und so die Abhängigkeit der Bürger vom Mietmarkt reduzieren.
Gastbeitrag von Hanno Lorenz in der „Tiroler Tageszeitung“ (12.11.2023).
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Das Doppelbudget 2027/28 ist ein Desaster. Von Konsolidierung ist nichts zu merken. Die geplante Neuverschuldung erinnert an die schlimmsten Coronajahre. Spielt der Finanzminister ein doppeltes Spiel?
"Das ist keine Konsolidierung, es ist auch keine Sanierung des Haushalts und es ist schon gar keine ausgabenseitige Sanierung des Haushalts." - Franz Schellhorn
Die Bundesregierung präsentiert ihr Doppelbudget 2027/28 als Entlastungspaket für die Wirtschaft, als Reformprojekt für den Sozialstaat, als Schritt in Richtung nachhaltiger Konsolidierung.
Österreichs zentrales Budgetproblem ist seit langem bekannt: Der Staat verfügt über die dritthöchsten Einnahmen aller Euroländer und machte daraus 2025 das vierthöchste Defizit, weil die Ausgaben viel zu hoch sind. Die Diagnose ist daher wenig umstritten: Wer die öffentlichen Finanzen nachhaltig sanieren will, muss auf der Ausgabenseite anse
Wird diesmal tatsächlich ausgabenseitig konsolidiert? Nein. Die Ausgaben steigen weiter fröhlich an.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen