Österreich zählt im internationalen Vergleich zu jenen Ländern, in denen Frauen besonders oft Teilzeit arbeiten. Begründet wird das immer wieder mit den fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen. Tatsächlich gibt es innerhalb des Landes gravierende Unterschiede. Oberösterreich und Wien bilden hier die Gegenpole: Während in der Hauptstadt fast neun von zehn der betreuten Kinder in einer Einrichtung versorgt werden, die Beruf und Familie vereinbaren lässt, trifft das in Oberösterreich nicht einmal auf jedes vierte Kind zu.
Das schlägt sich auch in der Teilzeitquote von Frauen nieder. In Wien liegt sie deutlich unter dem Bundesschnitt, in Oberösterreich ist sie (gleichauf mit Tirol) am höchsten. Überraschend ist, dass die Teilzeitquote in Wien angesichts des gut ausgebauten Angebots nicht noch deutlich weiter vom Landesschnitt entfernt ist. Ein gutes Angebot an ganztägiger Kinderbetreuung ist zwar eine Voraussetzung für eine hohe Frauenbeschäftigung, aber nicht der einzige Grund zu sein, warum Frauen nicht Vollzeit arbeiten. „Das wäre aber entscheidend, denn wir haben momentan das große Problem, viele Stellen auf dem Arbeitsmarkt nicht besetzen zu können“, sagt Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz. Frauen seien vielfach aufgrund der Kinderbetreuung nicht als Vollzeitkräfte einsetzbar. Viele würden auch gern mehr arbeiten. „Wir verzichten hier auf eine wertvolle Ressource“, so Lorenz.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Anteil der Wiener Volksschüler, im Schuljahr 2024/25, in Prozent
In immer mehr Wiener Volksschulen ist Deutsch die Sprache einer Minderheit.
Über die letzten zehn Jahre ist Teilzeit immer beliebter geworden.
Stromkosten für Haushalte, 2026, in Cent pro Kilowattstunde (kWh)
Große Spanne bei den Netzgebühren
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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